11. Mai 2026
Gartenarbeiten im Mai – jetzt beginnt die intensive Gartenzeit

Gartenarbeiten im Mai – jetzt beginnt die intensive Gartenzeit

Für viele Gärtnerinnen und Gärtner gehören die Eisheiligen vom 11. bis 15. Mai zu den wichtigsten Terminen im Gartenjahr. Erst danach sinkt die Gefahr von Nachtfrösten meist deutlich. Deshalb beginnt ab Mitte Mai die eigentliche Hauptzeit für das Auspflanzen. Viele wärmeliebende Pflanzen dürfen jetzt dauerhaft nach draußen und die Gemüsebeete füllen sich innerhalb weniger Tage sichtbar.

Während im April vor allem ausgesät wurde, steht im Mai das Pflanzen, Pflegen und Beobachten im Mittelpunkt. Jetzt zeigt sich oft sehr deutlich, welche Pflanzen gut angewachsen sind und welche Standorte im Garten besonders günstig liegen. Gleichzeitig wächst nicht nur das Gemüse kräftig, sondern auch das Unkraut. Kaum eine andere Zeit im Jahr verändert das Aussehen eines Gartens so schnell wie der Mai.

Aussaaten im Mai

Auch wenn bereits viele Pflanzen im Beet stehen, wird im Mai weiterhin ausgesät. Manche Kulturen dienen schon als Vorrat für den Sommer oder Herbst, andere kommen direkt an ihren endgültigen Standort. Gerade in Gemüsegärten entstehen jetzt oft die ersten Lücken zwischen frühen und späteren Kulturen, die direkt neu genutzt werden können.

Noch ausgesät werden beispielsweise verschiedene Kohlarten, Kopfsalat, Winterendivie, Kohlrüben oder Rote Bete. Dazu kommen klassische Direktsaaten wie Möhren, Radieschen, Winterrettich, Dill oder Portulak. Anfang Mai werden häufig Buschbohnen gelegt, während Stangenbohnen meist erst etwas später folgen. Viele warten damit bewusst bis nach den Eisheiligen, weil die jungen Pflanzen empfindlich auf kalte Nächte reagieren.

Auch Gurken und Kürbisse werden jetzt ausgesät oder als Jungpflanzen ins Beet gesetzt. Gerade diese wärmeliebenden Pflanzen wachsen oft innerhalb weniger Wochen erstaunlich schnell, wenn Boden und Temperaturen passen.

Jetzt wird gepflanzt

Der Mai gilt als eigentlicher Hauptmonat für das Auspflanzen. Alles, was im März oder April im Frühbeet, Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen wurde, wandert nun nach draußen. Besonders Tomatenpflanzen stehen jetzt im Mittelpunkt vieler Gartenarbeiten.

Ausgepflanzt werden unter anderem:

  • verschiedene Kohlarten
  • Salate
  • Sellerie
  • Lauch
  • Basilikum
  • Kardonen
  • Artischocken
  • Gurken
  • Kürbisse
  • Melonen
  • Auberginen
  • Tomaten

Vor allem Tomaten, Auberginen und Gurken reagieren empfindlich auf kalte Temperaturen. Deshalb warten viele lieber ein paar Tage länger, bevor die Pflanzen endgültig ins Freiland kommen. Ein einzelner kalter Morgen kann junge Pflanzen bereits deutlich schwächen.

Im Mai zeigt sich außerdem oft, wie schnell der Garten plötzlich dicht und lebendig wirkt. Wo im April noch freie Erde sichtbar war, wachsen nun Salate, Bohnen und Kräuter dicht nebeneinander.

Jetzt beginnt die Zeit des Jätens

Mit den wärmeren Temperaturen beginnt gleichzeitig die Zeit des regelmäßigen Jätens. Besonders nach Regen wachsen viele unerwünschte Pflanzen extrem schnell. Wer einige Tage nicht in den Garten schaut, entdeckt oft plötzlich ganze Teppiche aus kleinen Wildkräutern.

Vor allem Giersch und Quecke breiten sich jetzt stark aus. Dabei reicht einfaches Abschneiden meist nicht aus, weil aus kleinen Wurzelstücken schnell neue Pflanzen entstehen. Deshalb versucht man möglichst viele Wurzeln mit herauszuziehen.

Trotzdem landet nicht jedes sogenannte Unkraut automatisch auf dem Kompost. Viele Wildpflanzen sind essbar und werden inzwischen bewusst gesammelt. Junge Blätter von Giersch oder Vogelmiere landen beispielsweise bei manchen Gärtnern direkt im Salat oder in Kräutergerichten.

Kartoffeln anhäufeln und Beete pflegen

Kartoffeln werden im Mai regelmäßig behackt und angehäufelt. Dabei wird Erde rund um die Pflanzen gezogen, damit sich die Knollen besser entwickeln können und nicht grün werden. Gleichzeitig lockert das Hacken den Boden und entfernt kleinere Unkräuter.

Auch andere Gemüsebeete brauchen jetzt viel Aufmerksamkeit. Die Erde wird gelockert, zu dicht stehende Pflanzen werden vereinzelt und bei Trockenheit wird gegossen. Besonders an warmen Tagen wird häufig abends gewässert, damit weniger Wasser verdunstet und der Boden länger feucht bleibt.

Jetzt zeigt sich oft auch, welche Pflanzen kräftig wachsen und welche etwas Unterstützung brauchen. Erbsen erhalten ihre ersten Rankhilfen und manche höheren Pflanzen werden bereits vorsichtig angebunden.

Mistbeete und Frühbeete regelmäßig lüften

Wer mit Mistbeeten oder Frühbeeten arbeitet, muss jetzt auf ausreichend Belüftung achten. An sonnigen Tagen steigen die Temperaturen unter Glas schnell an. Deshalb werden Fenster und Abdeckungen tagsüber geöffnet.

Gegen Ende Mai bleiben viele Frühbeete sogar nachts offen, damit die Pflanzen langsam an die Außentemperaturen gewöhnt werden. Dieser Übergang ist wichtig, damit die Jungpflanzen später im Beet besser weiterwachsen.

Fazit

Im Mai verändert sich der Garten fast täglich. Die Beete werden voller, die ersten Pflanzen wachsen kräftig an und viele empfindliche Gemüsearten dürfen endlich dauerhaft ins Freie. Gleichzeitig beginnt jetzt aber auch die arbeitsintensive Zeit mit Jäten, Gießen und Pflegen.

Gerade diese Mischung aus schnellem Wachstum, frischen Pflanzungen und den ersten richtig grünen Beeten macht den Mai für viele zu einem der schönsten Gartenmonate überhaupt.

Gartenarbeiten im Mai – jetzt beginnt die intensive Gartenzeit

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