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Die Pflanzung der Rosen geschieht am besten im Herbst, aber auch in den Monaten März und April in einem etwa 50cm tief rigolten und gut mit verrottetem Mist gedüngten Boden. Die Rosen werden ungefähr 10-12cm tief gepflanzt, so daß z. B. bei Buschrosen die Veredlungsstelle ein wenig (3cm) in den Boden kommt. Die Pflanzlöcher sollen so groß sein, daß die vorher in steifen Lehmbrei getauchten Wurzeln darin ausgebreitet werden können. Man umgibt die Wurzeln mit lockerer Erde, die man vorsichtig andrückt, ohne dabei Dünger unmittelbar an die Wurzeln zu bringen. Nachdem etwa die Hälfte des Pflanzloches gefüllt ist, begießt man reichlich und füllt die Grube gut an. Die Pflanzweite der Rosen in und zwischen den Reihen beträgt 40-50cm; der Abstand kann noch etwas größer oder geringer sein, je nach der natürlichen Wuchsstärke der Sorten und der Fruchtbarkeit des Bodens.

Die Wurzeln der Rosen sind gegen Kälte und Trockenheit empfindlich; bei der Pflanzung vermeide man es daher, sie der freien Luft lange auszusetzen. Erhält man Rosen, die man nicht sogleich pflanzen kann, so lege man sie einzeln nebeneinander in feuchte Erde. Etwa in vertrocknetem Zustande und infolgedessen mit eingeschrumpfter Rinde angekommene Rosen lege man zuerst mehrere Stunden in das Wasser und dann in feuchte Erde; dort läßt man sie 4 bis 8 Tage und pflanzt sie schließlich. Eine bei ganz starkem Froste eintreffende Rosensendung läßt man unausgepackt an einem frostfreien und wenn möglich feuchten Ort, z. B. im Keller allmählich auftauen; erst mehrere Tage nachher pflanzt man sie in feuchte Erde und schützt sie vor Frost. Die trockenen und brennenden März- und Aprilwinde werden neugepflanzten Rosen oft verhängnisvoll, darum empfiehlt es sich, sie mit Tannenreisig und Laub zu bedecken und mit Stroh zu umwickeln und so einige Zeit stehen zu lassen.

Beschneiden kann man die Rosen im Frühjahr, sobald keine ernstlichen Fröste mehr bevorstehen. Der Schnitt bezweckt, jedem Rosenstocke nur eine im Verhältnis zur Wuchsstärke der Sorte und der Pflanze stehende Anzahl Aestchen zu lassen. Man entfernt das tote Holz, die schwachen oder schlecht gestellten oder zu alten Zweige und schneidet die Spitzen der beibehaltenen Aestchen auch auf eine, im Verhältnis zur Wuchsstärke stehende Länge zurück, d. h. auf 2 bis 3 gute Augen bei den minder startwüchsigen, auf 4 bis 5 Augen bei den starkwüchsigen Sorten. Rankrosen beschneidet man nicht oder sehr wenig. Der Schnitt der Sommerrosen, welche jährlich nur einmal und zwar am vorjährigen Holze blühen, geschieht im Sommer nach der Blüte. Auch an den öfterblühenden Rosen kürze man erst nach dem ersten Flor die abgeblühten Zweige bis auf zwei Augen unter der Blume ein.

Bei trockenem Wetter begieße man die Rosen von Zeit zu Zeit abends, besonders während der ersten Wochen nach der Pflanzung. Eine dünne Schicht von kurzem Stalldünger auf die Rosenbeete oder auf die Pflanzscheiben ausgestreut, ist den Rosen sehr bekömmlich.
 





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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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