Chionodoxa
Verfasst von Gartenfrau am Mo, 11/09/2009 - 17:33.Die Chionodoxa ist ein zierliches, an Scilla erinnerndes, dankbar blühendes Zwiebelgewächs, welches in den ersten Frühlingstagen, im März-April, schon die prächtigen tiefblauen Blumen mit wei weiter lesen ...
Chionodoxa
Die Chionodoxa ist ein zierliches, an Scilla erinnerndes, dankbar blühendes Zwiebelgewächs, welches in den ersten Frühlingstagen, im März-April, schon die prächtigen tiefblauen Blumen mit weißem Mittelstern in 12-15 cm langen Trauben zur Schau trägt.

Foto: Ruhrfisch
Liebt etwas feuchten, aber nicht zu schweren Gartenboden und eine sonnige Stelle. Auch für Steingruppen und Felsenanlagen ein äußerst ansprechendes und zierliches Pflänzchen, das sich durch Brutzwiebeln immer gut vermehren läßt.
Die bekannteste Form ist wohl Ch. Luciliae, während die großblumigere Ch. gigantea oder Allenii mit etwas helleren und Ch. sardensis mit dunkleren Blumen weniger verbreitet sind.
Auch die etwas später in Blüte trende Ch. Tmolusii, welche über eine außerordentliche Reichblütigkeit verfügt, ist seltener in den Gärten vertreten.
Beste Pflanzzeit im Herbst, Vermehrung durch Brutzwiebeln.
April
Alle für den März angeführten Arbeiten werden, wenn sie wegen ungünstiger Witterung nicht ganz ausgeführt werden konnten, jetzt nachgeholt und beendet. Der April spielt im Küchengarten eine hervorragende Rolle, während seiner Dauer wird der Grund für die Sommer- und Herbsternte gelegt. Man kann ihn den Monat den Aussäens und des Pflanzens nennen. Ländereien, die im Herbst oder im Verlauf des Winters gedüngt und gestürzt oder auch rigolt worden sind, werden jetzt durch die Hacken und Harken geebnet und den Zwecken entsprechend abgeteilt. Man säet ins freie Land an die bleibenden Standorte: Kresse, Löwenzahn, Zichorie, Spinat, Gartenmelde, Mangold, spinatblätterigen chinesischen Senf, Meerkohl, Buschbohnen (erst gegen Ende), Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Möhren, Pastinake, Wurzelpetersilie, Radies, Rapontika, Sommerrettich, Roterübe, Zwiebel, Bohnenkraut, Boretsch, Fenchel, Kerbel, Schnittpetersilie, Portulak, Waldmeister usw. Auf Saatbeete zum späteren Auspflanzen werden gesäet: Blumenkohl, Kopfkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Sommerampfer, Kohlrübe, Winterzwiebel, Estragon, Krauseminze, Kümmel, Lavendel, Löffelkraut, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei etc. Man kann bereits Spargelbeete anlegen. Beim vorhandenen Spargel wird jetzt die Erde an die Pflanzen herangezogen, damit das Stechen im nächsten Monat beginnen kann. Erdbeeren sind spätestens jetzt zu pflanzen und zwar auf frisch gedüngtes Land. Monatserdbeeren kommen als Einfassung der Abteilungen im Gemüsegarten gepflanzt werden. Man legt Frühkartoffeln, Knollenziest, Helianthi, Topinambour. Man pflanzt die im Keller eingeschlagenen Artischocken aus und löst dabei Sprossen ab. Man zerteilt und verpflanzt mehrjährige Gewürzkräuter, wie Sauerampfer, Schnittlauch, Estragon, Fetthenne, Krauseminze, Löffelkraut, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei, Thymian. Man verdünnt die aufgegangenen Sämereien, pikiert, jätet, lockert auf und begießt nach Bedürfnis. Man pflanzt in Mistbeeten angezogene Pflänzchen, wie die Kohlarten, Kopfsalat usw. auf die bleibenden Standorte in sonniger und geschützter Lage zum Frühverbrauch. Man legt neue Meerrettichbeete an. Man legt Anfang April Gurken, Melonen, Kurbisse in Töpfe und zieht sie heran zum Auspflanzen nach Mitte Mai ins freie Land. Die Mistbeete müssen, je höher die Sonne steigt und je wärmer das Wetter wird, tagsüber mehr und mehr gelüftet werden.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
Camassia
Verfasst von Gartenfrau am So, 11/08/2009 - 08:38.Die bekannteste Form, Camassia esculenta, hat schmale Blätter und entwickelt im Mai-Juni einen 60-70 cm hohen Blütenschaft, an welchem die tiefdunkelblauen Blumen dann zum Vorschein kommen. weiter lesen ...
Camassia
Die bekannteste Form, Camassia esculenta, hat schmale Blätter und entwickelt im Mai-Juni einen 60-70 cm hohen Blütenschaft, an welchem die tiefdunkelblauen Blumen dann zum Vorschein kommen.

Foto: Walter Siegmund
Wird besonders schön in etwas geschützter, sonniger Lage.
In rauheren Lagen ist ein guter Winterschutz am Platze.
Zwei weitere schöne Formen davon sind Camassia Leichtlini alba mit weißen und C. eoerulea mit blauen Blumen.
Vermehrung durch Brutzwiebeln.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Mai
Man säet noch für die Folge zum späteren Auspflanzen einige der im April ausgesäeten Sämereien, so die Kohlarten, Winterendivie, Kopfsalat, Kohlrübe, Roterübe, Kapontika; ebenso an die bleibenden Standorte: Kresse, Gartenmelde, spinatblätterigen chinesischen Senf, Buschbohne (Anfang Mai), Stangenbohne (Mitte Mai), Gurke, Kürbis, Erbse, Möhre, Radies, Winterrettich, Dill, Portulak.
Wie der April der Hauptmonat des Säens ist, so ist der Mai der des Pflanzens. Es werden alle im März und Anfang April im Mistbeete und im freien Lande herangezogenen Gemüsepflanzen auf die bleibenden Standorte ausgepflanzt. So die Kohlarten, Sommerendivien, Kopfsalat, Rhabarber, Kardone, Artischocke, Sellerie, Gurke, Melone, Kürbis, Tomate, Eierfrucht, letztere 5 Gemüse nach Mitte Mai, Basilikum, Lauch. Die erste Erbsenaussaat wird gestengelt.
Kartoffeln werden behackt und behäufelt.
Es wird verdünnt, gejätet, gelockert, behackt und gegossen von nun ab am Abend, je nach Bedürfnis.
Dem Unkraute, das nun anfängt, sich breit zu machen, ist emsig nachzustellen.
Die Fenster der vorgeschrittensten Mistbeetpflanzungen müssen bei Tage und gegen Ende des Monats, wenn die Wärme zunimmt auch des Nachts abgenommen werden.
Mittel gegen Garten- und Kellerschnecken
Verfasst von Gartenfrau am Sa, 11/07/2009 - 09:28.Im Keller streut man an den Orten, wo sich Schnecken finden, Eisenvitriol oder zerfallenen gebrannten Kalk oder Kochsalz.
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Bulbocodium
Verfasst von Gartenfrau am Fr, 11/06/2009 - 19:04.Bulbocodium, auch Lichtblume genannt, ist ein dankbarer, früher Blüher und in der bekanntesten Form B. vernum mit matt violettroten Blumen im Februar-März den Blüten unserer bekannten Herbstzeitlosen sehr nahe kommend. weiter lesen ...
Bulbocodium
Bulbocodium, auch Lichtblume genannt, ist ein dankbarer, früher Blüher und in der bekanntesten Form B. vernum mit matt violettroten Blumen im Februar-März den Blüten unserer bekannten Herbstzeitlosen sehr nahe kommend.

Bild: James Steakley.
Frühlingsblühende Bulbocodium-Formen sind B. caucasica und sobolifera, zart rosalila, und B. Raddeana mit rosafarbenen Blumen.
Einige andere Arten sind als prächtige Herbstblüher sehr geschätzt, und zwar sind davon die auch unter dem Namen Merendera gehenden und speziell die Form M. autumnale die schönsten. Die Zwiebeln werden im August-September etwa 10 cm tief gelegt. Vermehrung durch die sich bildenden Brutzwiebeln.
Wie schon der Name besagt, liebt dieses zierende Gewächs einen lichten, sonnigen Standort und einen durchlässigen, sandhaltigen Untergrund.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
Februar
Die Erd- und Düngerarbeiten sind zu beendigen und die Überwachung der Wintervorräte ist fortzusetzen. Die im Freien überwinterten und gegen Kälte geschützten ausdauernden Gemüsearten, wie Artischocken, sind bei milder Witterung etwas zu lüften. Ist die Witterung andauernd mild und dor Boden abgetrocknet, so kann man gegem Ende des Monats Beete für Frühgemüse und zeitige Aussaaten zurecht machen und im sonnigen und geschützten Stellen schon aussäen, so z. B. Karotten, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzeln, Schwarzwurzeln für einjährige Anzucht. Wer über ein Mistbeet verfügt, setzt es in den Stand für Aussaaten von frühen Gemüsearten, wie Blumenkohl, Kopfkohl, Wirsing, Kohlrabi, Kopfsalat, Sellerie, Lauch, Schnittpetersilie u. a. Das in Kellern, Gruben usw. eingeschlagene Gemüse muß jetzt so oft wie möglich gelüftet werden.
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
Allium
Verfasst von Gartenfrau am Do, 11/05/2009 - 01:19.Von dieser Gattung ist eine ganze Anzahl Arten im Handel, die weniger wichtig sind und deren Blumen keinen angenehmen Duft verraten. weiter lesen ...
Lauch
Der Lauch (Allium Porrum), auch Porree oder Porro genannt, verlangt einen sehr nahrhaften, im Herbst frischgedüngten Boden und gedeiht am besten in nicht zu trockener Lage. Er zehrt den Boden sehr aus.
Man säet ihn je nach Sorte von Februar bis Anfang April in ein Mistbeet, 5 gr Samen auf ein Fenster normaler Größe. Wenn die Pflanzen die Stärke einer Federspule erreicht haben, werden sie in Reihen von 20 bis 30 cm Abstand nach allen Richtungen gepflanzt, wobei die Spitzen der Wurzeln und Blätter etwas verkürzt werden. Das Pflanzen muß sehr vorsichtig geschehen, da der untere Teil der Setzlinge sehr weich ist und leicht zerdrückt wird. Dennoch müssen sie fest stehen.
Während des Sommers hält man die Beete von Unkraut rein, lockert häufig und begießt fleißig, auch mit flüssigem Dünger, und behäufelt das erstemal nur wenig, dann mehr, das letztemal im Oktober, was dann zugleich zum Schutz gegen die Kälte dient. Um recht starke und lange Stangen zu erzielen, kann man während des Sommers 2—3 mal die Blätter auf 30 cm über dem Boden zurückschneiden. Im Herbst nimmt man die Pflanzen heraus und schlägt sie im Keller in Sand ein.
Der Sommerlauch kommt vom Juli ab zur Verwendung. Der Winterlauch hält den Winter im Freien meist gut aus, man tut jedoch gut, ihn bei strenger Kälte mit Stroh oder Spreu zu bedecken.
Juli
Man beendet die für Juni angegebenen Auspflanzungen bezw. Aussaaten.
Man räumt die Erde um den Meerrettich weg und entfernt die Seitenwurzeln.
Man bindet Sommerendivien ein und behäufelt Stengelsellerie zum Zwecke des Bleichens.
Man nimmt Knoblauch, Rokambole, Schalotte, Perlzwiebeln aus der Erde, wenn das Kraut abgestorben ist.
Man sammelt und trocknet Stengel oder Blätter von Gewürzkräutern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Krauseminze, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Raute, Salbei, Thymian.
Etwa abgetragene Beete von Frühgemüse, wie Kohlrabi, Früherbsen, Karotten, auch Frühkartoffeln werden abgeräumt, nach Bedürfnis gedüngt, gegraben und für den Winterbedarf mit den Aussaaten vom Mai und Anfang Juni, soweit sie nicht an die Standorte gemacht waren, bepflanzt.
Das Auflockern darf nicht versäumt werden, besonders nach starkem Schlagregen.
Man nimmt Kerbelrüben aus dem Boden, pflanzt Winterendivien.
Etwa gereifte Sämereien werden abgenommen und zum Abtrocknen und Nachreifen luftig und schattig ausgebreitet.
Spargelbeete sind mit künstlichem Dünger zu düngen.
Die Erdbeerbeete werden gründlich bejaucht und behackt.
Beim Blumenkohl sind die Blätter nach innen über die Blumenkäse zu knicken, damit diese fest, zart und weiß bleiben.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Mai
Man säet noch für die Folge zum späteren Auspflanzen einige der im April ausgesäeten Sämereien, so die Kohlarten, Winterendivie, Kopfsalat, Kohlrübe, Roterübe, Kapontika; ebenso an die bleibenden Standorte: Kresse, Gartenmelde, spinatblätterigen chinesischen Senf, Buschbohne (Anfang Mai), Stangenbohne (Mitte Mai), Gurke, Kürbis, Erbse, Möhre, Radies, Winterrettich, Dill, Portulak.
Wie der April der Hauptmonat des Säens ist, so ist der Mai der des Pflanzens. Es werden alle im März und Anfang April im Mistbeete und im freien Lande herangezogenen Gemüsepflanzen auf die bleibenden Standorte ausgepflanzt. So die Kohlarten, Sommerendivien, Kopfsalat, Rhabarber, Kardone, Artischocke, Sellerie, Gurke, Melone, Kürbis, Tomate, Eierfrucht, letztere 5 Gemüse nach Mitte Mai, Basilikum, Lauch. Die erste Erbsenaussaat wird gestengelt.
Kartoffeln werden behackt und behäufelt.
Es wird verdünnt, gejätet, gelockert, behackt und gegossen von nun ab am Abend, je nach Bedürfnis.
Dem Unkraute, das nun anfängt, sich breit zu machen, ist emsig nachzustellen.
Die Fenster der vorgeschrittensten Mistbeetpflanzungen müssen bei Tage und gegen Ende des Monats, wenn die Wärme zunimmt auch des Nachts abgenommen werden.
Mittel gegen Erdflöhe
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 11/04/2009 - 09:13.Gegen diese lästigen Insekten, welche namentlich die jungen Pflanzen in den Treibbeeten oft ganz vernichten, wird empfohlen: weiter lesen ...
Wermut
Die Kultur des Wermut (Artemisia Absinthium) auch Wörmt genannt, ist genau wie beim Beifuß angegeben, doch ist ein trockener, steiniger und kalkhaltiger Boden zu bevorzugen, weil die Würze in den Pflanzen dann um so schärfer hervortritt.
Die Verwendung des Wermuts zu Absinth und zu Branntwein-Essenzen ist bekannt, auch werden Abkochungen des Krauts gegen Magenbeschwerden empfohlen. Er gehört zu den volksbeliebtesten Küchenkräutern, der in seinem Auszug als magenstärkender Trunk allgemein geschätzt wird und große Heilwirkung besitzt.
Adonisröschen
Verfasst von Gartenfrau am Mo, 11/02/2009 - 09:18.Die schönsten Blüher dieser Gattung sind Adonis vernalis, die bekannte alte Frühlings-Adonis mit hellgelben, weithin leuchtenden Blumen, welche einzeln an dem etwa 30 cm hohen, aufrechten Stengel zum Vorschein kommen. weiter lesen ...
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Knollensellerie
Verfasst von Gartenfrau am So, 11/01/2009 - 18:04.Knollensellerie (Apium graveolens) auch Eppich, verlangt einen feuchten, 60 cm tief gelockerten, stark gedüngten Boden. Er wird in erster Tracht angebaut. weiter lesen ...
Knollensellerie
Knollensellerie (Apium graveolens) auch Eppich, verlangt einen feuchten, 60 cm tief gelockerten, stark gedüngten Boden. Er wird in erster Tracht angebaut.
Die Anzucht der Setzpflanzen geschieht folgendermaßen: Da der Same lange Zeit zum Keimen braucht, säet man ihn möglichst Anfang März im warmen Mistbeet aus und verstopft die Pflanzen, wenn sie eine Höhe von 5 bis 10 cm erreicht haben, in ein halbwarmes Mistbeet, wo sie bis zu genügender Erstarkung stehen bleiben.

5 gr Samen enthalten etwa 2000 Korn, von denen im Durchschnitt etwa 1800 gut keimen. Danach kann man sich seinen Bedarf berechnen. Vor dem Aussetzen ins freie Land sind die Pflänzchen durch Lüften der Fenster und Abheben derselben an schönen Tagen gut abzuhärten. Den jungen Selleriepflanzen im Saatbeet ist ganz besondere Sorgfalt zuzuwenden, um dem späteren Hoch- bzw. dem Insamen-schießen der Knollen vorzubeugen. Dies kommt besonders bei zu dichtem Stand vor oder wenn die Pflanzen zu lange im Saatbeete gestanden haben oder im Wachstum durch starke Abkühlung oder auch Trockenheit stocken.
Das Aussetzen ins Freie geschieht von Ende Mai an, auch etwas später, unter größter Schonung der Wurzeln in reich gedüngtes Land. Je nach der Starkwüchsigkeit der Sorte soll der Absfand 40 bis 50 cm betragen. Öfteres Hacken, reichliches Gießen bei Trockenheit und ein gelegentlicher Dungguß aus Jauche oder wöchentlich einmaliges Düngen mit Universaldünger sind unerläßliche Bedingungen zur Erzielung großer, reinweißer Knollen für die Salatbereitung.
Der Sellerie ist eine Strandpflanze, sein Name ist abgeleitet von „Sool", selbst das gewöhnliche Kochsalz, eine kleine Handvoll auf eine große Gießkanne voll Wasser, fördert das Wachstum und die Knollenbildung außerordentlich. Reichliches Gießen verhindert das Braunwerden der Knollen und Verholzen des Knollenfleisches.
Wenn die Pflanzen zu tief gesetzt werden, so entwickeln sie viele Seitenwurzeln, wodurch das Dickenwachstum der Knolle zurückgehalten wird. Man muß deshalb die Pflanzen etwas hochsetzen. Das Entfernen der Seitenwurzeln zur Erzielung dicker Knollen hat sich bisher nicht bewährt. Uebrigens liegt es auch sehr viel an der Sorte, wenn sie zuviel Wurzeln an den Seiten hat.
Vor dem Eintreten des Frostes im Herbst werden die Knollen aus der Erde genommen, von Blättern und Wurzeln gereinigt, wobei die Herzblätter jedoch beibehalten bleiben, und für den Winterbedarf im Keller in Sand so eingeschlagen, daß die Krone der Knolle frei bleibt. Der Knollensellerie eignet sich gut zum Zwischenanbau zwischen Blumenkohl, der im August abgeerntet wird. Man pflanzt zwischen zwei Reihen Blumenkohl je eine Reihe Sellerie. Nach dem Abernten des Blumenkohls wird das Land gut aufgelockert, mit Dunggüssen und reichlichen Wassergaben versehen und der stehengebliebene Knollensellerie gut weitergepflegt.
Blumenkohl
Der Blumenkohl oder Karfiol (Brassica oleracea botrytis cauliflora) verlangt einen kräftigen, gut gedüngten, 50 bis 60 cm tief gelockerten Boden in freier, luftiger und dennoch geschützter Lage mit sehr reichlicher Bewässerung. Er wird in erster Tracht angebaut.
Der Same wird schon Ende September, Anfang Oktober, ausgesäet; die Pflanzen werden frostfrei überwintert und Ende März, Anfang April ins Freie gesetzt. Um für das Auspflanzen kräftige Setzlinge zu haben, empfiehlt es sich, diese schon im Februar einzeln in Töpfe zu pflanzen, wodurch ihre Entwicklung sehr begünstigt wird. Sie werden im Mistbeet weiterkultiviert und zu der angegebenen Zeit unter größter Schonung des Wurzelballens im Freien ausgesetzt.
Die Aussaat selbst geschieht sowohl im Herbst als auch im Frühjahr für den Sommerbedarf recht weitläufig ins Mistbeet, das in seiner oberen Erdschicht keinen frischen Dünger enthalten darf, weil er die Bildung sogenannter „schwarzer Füße" begünstigt. Die im Herbst besäeten Mistbeetkästen werden bei starken Frösten mit Deckläden und wenn nötig auch mit einer 5 —10 cm hohen Laubschicht bedeckt. An schönen Tagen muss ausreichend gelüftet und die Pflanzen müssen mit Beginn wärmerer Witterung an Licht und Luft gewöhnt werden. Später hebt man die Fenster allmählich ganz ab. In dieser Weise werden auch die Frühjahrsaussaaten behandelt. Die Aussaat der späten Sorten geschieht Ende April im kalten Kasten oder auf ein gut vorbereitetes Saatbeet im freien Grunde. Natürlich kann man bei kleinem Bedarf sich seine Pflanzen auch in Töpfen heranziehen. Auch die Aussaat sämtlicher frühen und mittelfrühen Sorten im März oder April auf ein Freilandsaatbeet führt zu Erfolgen. Die Pflanzen werden Ende Mai oder Anfang Juni ins Freie ausgepflanzt.
10 gr Samen enthalten etwa 2000 Körner. Sie genügen für die Besäung eines Mistbeetfensters in der Größe von 1,5 x 1 m.
Die Pflanzweite der frühen und mittelfrühen Sorten beträgt 50- 60 cm im Quadrat, die der späteren Sorten 75 cm.
Unter allen Gemüsen stellt keines so hohe Anforderungen an den Boden wie der Blumenkohl. Der Boden muß von Natur genügend feucht, nahrhaft und tiefgründig sein. Ausreichende Stallmistdüngung, daneben 4 kg Kalidüngesalz, 3 kg Superphosphat und 2 kg Chilisalpeter auf 100 qm bei gründlicher Bewässerung bringen hohe Erträge. Die Anwendung von Jauche hat vor der Entwicklung der Blumenkäse zu geschehen, weil sich sonst übler Geruch beim Kochen einstellt. Die etwas herangewachsenen Pflanzen werden angehäufelt und sobald sich die Käse ausgebildet haben, werden diese durch Einknicken einiger Blätter vor den Sonnenstrahlen geschützt, damit sie zart und weiß bleiben. Reichliche Wassergaben sind unbedingt erforderlich, um gute Erfolge zu erzielen.
Bild: Blumenkohl im Herbst in einem Mistbeetkasten eingeschlagen, um ihn vor Frost zu schützen
Die späten Sorten können, wenn sie im Herbst noch nicht voll ausgebildet sind, in einem luftigen Keller oder besser im Mistbeetkasten mit einem Erdballen eingeschlagen werden, wo sie sich dann voll entwickeln. Wem hierzu die geeigneten Räume fehlen, der kann sich mit einer etwa 40 bis 50 cm tiefen Grube im Freien helfen, die gegen das Eindringen von Frösten mit Matten oder Brettern geschützt wird. Wenn die Köpfe der eingeschlagenen Pflanzen welk geworden sind, muss der Strunk etwa 24 Stunden vor dem Gebrauch an mehreren Stellen mit dem Messer angestochen und ins Wasser gestellt werden. Das macht die Köpfe wieder vollständig frisch.
Mai
Man säet noch für die Folge zum späteren Auspflanzen einige der im April ausgesäeten Sämereien, so die Kohlarten, Winterendivie, Kopfsalat, Kohlrübe, Roterübe, Kapontika; ebenso an die bleibenden Standorte: Kresse, Gartenmelde, spinatblätterigen chinesischen Senf, Buschbohne (Anfang Mai), Stangenbohne (Mitte Mai), Gurke, Kürbis, Erbse, Möhre, Radies, Winterrettich, Dill, Portulak.
Wie der April der Hauptmonat des Säens ist, so ist der Mai der des Pflanzens. Es werden alle im März und Anfang April im Mistbeete und im freien Lande herangezogenen Gemüsepflanzen auf die bleibenden Standorte ausgepflanzt. So die Kohlarten, Sommerendivien, Kopfsalat, Rhabarber, Kardone, Artischocke, Sellerie, Gurke, Melone, Kürbis, Tomate, Eierfrucht, letztere 5 Gemüse nach Mitte Mai, Basilikum, Lauch. Die erste Erbsenaussaat wird gestengelt.
Kartoffeln werden behackt und behäufelt.
Es wird verdünnt, gejätet, gelockert, behackt und gegossen von nun ab am Abend, je nach Bedürfnis.
Dem Unkraute, das nun anfängt, sich breit zu machen, ist emsig nachzustellen.
Die Fenster der vorgeschrittensten Mistbeetpflanzungen müssen bei Tage und gegen Ende des Monats, wenn die Wärme zunimmt auch des Nachts abgenommen werden.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
Nutzen der Regenwürmer
Verfasst von Gartenfrau am Sa, 10/31/2009 - 03:27.Wir wissen, daß an der Zersetzung von organischen Stoffen (Dünger, Streu, Schlamm 2c.) viele kleine Tiere teilnehmen. Auch im Boden üben viele Tiere eine derartige Tätigkeit aus. weiter lesen ...
Kerbelrüben
Verfasst von Gartenfrau am Fr, 10/30/2009 - 01:06.Die Kerbelrüben, nicht zu verwechseln mit dem gewöhnlichen Kerbel, ist geradezu ein köstliches Gemüse. weiter lesen ...
Kerbelrübe
Die Kerbelrübe - Scandix (Chaerophyllum) bulbosa - liebt einen kräftigen, aber nicht frisch gedüngten und nicht zu nassen Boden. Sie gedeiht auch in schattigen Lagen.

Der Same, welcher nur knapp ein Jahr keimfähig bleibt, muss gleich nach der Ernte vom September bis zum Oktober breitwürfig oder in Reihen von 10 cm Entfernung ausgesäet werden; er geht im nächsten Frühjahr auf. Für ein Beet von 10 qm Größe sind 5 gr Samen erforderlich.
Öfteres Hacken und Begießen befördert die Ausbildung der Rüben, die bei Trockenheit und schlechter Pflege leicht verholzen und in Samen schießen. Durch Verziehen werden die Pflanzen auf 5 cm Abstand verdichtet, damit sie im ersten Jahr verbrauchsfertig werden.
Im Juli werden die Rüben aus dem Boden genommen und an einem luftigen Ort, in Sand eingeschlagen, aufbewahrt. Ihren feinen Geschmack erhalten sie erst vom Oktober ab und von dieser Zeit an beginnt ihr eigentlicher Verbrauch für die Küche.
Frost schadet ihnen nicht, aber vor den Mäusen müssen sie sorgfältig geschützt werden. Sie sind etwas für Feinschmecker.
Bei der Ernte im ersten Jahre nach der Aussaat erhält man oft nur wenige Rüben von 3—4 cm Größe für den Verbrauch.
Die noch kleineren kann man zur Weiterzucht fürs nächste Jahr benutzen, vorläufig werden sie gleichfalls nach dem Herausnehmen - wie die zum Verspeisen geeigneten - in trockenen Sand gelegt. Im Herbst steckt man sie in 10 cm weite Reihen, 5 cm in der Reihe voneinander entfernt. Diese Rüben werden, im anderen Jahre sehr schön, nur muss man sie bei Trockenheit durch fleißiges Begießen von der Bildung von Samenstengeln abhalten, da sie naturgemäß im zweiten Jahre leichter in Samen gehen als im ersten.
Im Juni färbt sich das Kraut gelb, das Zeichen der Reife, und nun werden sie aus dem Lande genommen und aufbewahrt, wie oben angegeben.
Man kann sich also den Anbau sehr erleichtern, wenn man alljährlich im Herbst dicht aussäet, um fürs andere Jahr nur Rüben zum Stecken zu ernten.
Kerbelrüben
Die Kerbelrüben, nicht zu verwechseln mit dem gewöhnlichen Kerbel, ist geradezu ein köstliches Gemüse. Sie gibt die größten Rübchen (bis 3 Zoll lang), wenn man sie anstatt im Frühjahr Mitte September aussät. Im Winter bleiben die jungen Pflänzchen unbedeckt.
Erst Anfang Oktober im nächsten Jahre nimmt man sie aus dem Boden, auch wenn ihr Kraut früher absterben sollte.
Da Kerbelrüben bei uns zimlich unbekannt sind, will ich auch über die Verwendung und Zubereitung derselben einige Andeutungen folgen lassen.
Die Kerbelrübe darf nicht vor Anfang November gegessen werden. Bevor sie in den Keller gebracht werden, müssen solche auf dem Lande erst gut abtrocknen. Sie müssen an einen trockenen, vor Mäusen sicheren Orte aufbewahrt werden. Frost schadet ihnen nicht. Am wohlschmeckendsten sind sie zu Ende des Winters, bevor sie anfangen zu treiben, erst dann haben sie ihren süßen, kastanienähnlichen edlen Geschmack erreicht.
Die Rübchen werden mit kaltem Wasser zu Feuer gesetzt, sobald das Wasser kocht, abgenommen und ihrer Schale entledigt. Hierauf werden die Rübchen in Butter gebraten oder in Salzwasser gekocht und mit Sauce zubereitet. Auch in Suppen und zu diversen Speisen können Kerbelrüben Verwendung finden.
Kerbel
Kerbel, Kerbelkraut - Anthriscus Cerefolium - ist ein einjähriges Küchenkraut, das ungemein rasch in Samen schießt und dann seinen Wert als Würze verliert. Um ihn deshalb immer frisch zur Hand zu haben, empfiehlt es sich, vom Frühjahr bis zum Herbst Aussaaten in drei- bis vier-wöchentlichen Abständen vorzunehmen. Die letzte Aussaat im Oktober für die Verwendung im nächsten Frühjahr ist vor dem Eintritt des Frostes mit langem Pferdemist oder Torfmull zu bedecken. Am anbauwürdigsten ist der krausblätterige Kerbel, der in den erwähnten Abständen zu je 3—4 gr, entweder breit-würfig recht dünn, oder besser in 25—30 cm voneinander entfernten Reihen ausgesäet wird. Das Kraut findet Verwendung als Würze zu Suppen oder zu Endiviensalat.
Um es auch im Winter zur Verfügung zu haben, wird es kurz vor der Blüte abgeschnitten, in Bündelchen getrocknet und an einem luftigen Orte aufbewahrt.
Bild: Kerbel, krauser oder gefüllter
Der spanische Riesenkerbel oder Süßkerbel ist wohlriechend und hat einen süßen, anisähnlichen Geschmack. Er wird gleich nach der Reife im Herbst ausgesäet und geht im folgenden Frühjahr auf, Frühjahrsaussaat dagegen keimt erst ein Jahr später. Man pflanzt die jungen, kräftig gewordenen Pflanzen etwa 50 cm weit voneinander entfernt und gießt öfter bis zu ihrem Anwachsen. Der Riesenkerbel ist sehr anspruchslos.
November
Alle Arbeiten, die im Oktober vielleicht wegen anhaltender milder Witterung nicht beendet wurden, werden nachgeholt und zum Abschluß gebracht, so das Herausnehmen und Einwintern der Wintervorräte.
Die Aufbewahrungsräume sind zu überwachen, bei milder Witterung zu lüften, bei eintretender Kälte zu schließen, außerdem ist Reinerhaltung besondere Pflicht.
Da nun der Garten die Aufmerksamkeit weniger in Anspruch nimmt, so kann man dem Kompost- und Unkrauthaufen seine Sorgfalt zuwenden. Auf letzteren waren vom Frühjahre ab alle Abgänge des Gartens und des Haushaltes geworfen worden. Diese werden nun geordnet zusammengesetzt und schichtweise mit ungelöschtem Kalk vermischt, wodurch eine schnellere Zersetzung erfolgt und namentlich die etwa mit hineingekommenen Unkrautsämereien vernichtet werden.
Der vorjährige Haufen - nun Komposthaufen genannt - wird umgesetzt und ist jetzt soweit fertig, daß er im nächsten Jahre verwendet werden kann.
Die Gartengeräte sind zu reinigen und ins Trockene zu schaffen. Die Bohnenstangen werden im Freien so zusammengestellt, daß Stürme sie nicht umwerfen.
Nimmt die Kälte stark zu, so sind empfindliche, im Freien überwinternde Arten, wie die Artischocken, stärker zu bedecken.
Man düngt, stürzt, rigolt, wenn das Wetter noch mild ist, ein leichter Frost unterbricht nicht, sondern befördert nur.
Oktober
Der Oktober ist der Monat der Ernte und Belohnung für die lange Zeit der Pflege, Aufmerksamkeit und Mühewaltung im Küchengarten. Man darf sich indes nicht allzusehr mit der Ernte beeilen, denn die erste Hälfte des Oktober bringt meist noch recht gute und warme Witterung und diese soll dem völligen Ausreifen der einzelnen Gemüse noch zugute kommen.
Man beginnt mit dem Herausnehmen der Wurzelgewächse für den Winterbedarf, dann folgen die Gemüsearten, deren oberirdische Teile zur Ernährung dienen; man reinigt, trocknet ab und bringt in die Aufbewahrungsräume, die sorgsam vorbereitet waren und bei milder Witterung fleißig gelüftet werden.
Das Putzen der Gemüse soll nicht in eine Art Waschen ausarten.
Es darf vor allem nicht zu viel abgeschnitten werden. Auch an Kohlköpfen und Krautköpfen müssen außen ein paar Blätter als Schutzblätter bleiben, die erst beim Verbrauch entfernt werden.
Die Aufbewahrung kann in einem geeigneten frostfreien Raume (z. B. trockenen Keller) oder in Erdbeeten (Einschlägen) geschehen. Alte Mistbeetkästen sind sehr geeignet, da man hier bequem decken kann. In Mieten (wie Kartoffeln) halten sich viele Gemüse sehr gut man kann aber bei starkem Frost nicht dazu und muß dann immer etwas Vorrat bei der Hand haben.
Man überdeckt die Dauerbeete und Gewürzpflanzen mit kurzem Mist, nachdem Stengel und Kraut abgeschnitten waren.
Auch Spinat- und Schwarzwurzelbeete werden nach Eintritt des Frostes durch eine leichte Laubdecke geschützt.
Man säet den Samen der Kerbelrüben und pflanzt Wintersalat.
Man düngt die abgeräumten Ländereien, stürzt oder rigolt nach Erfordernis.
Jetzt ist Petersilie und Schnittlauch für den Winterbedarf in Töpfe oder Holzkistchen zu pflanzen und am Küchenfenster aufzustellen.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.



