Rittersporn
Verfasst von Gartenfrau am Fr, 11/20/2009 - 10:15.Eine leuchtend rot blühende und nur etwa 30 cm hoch werdende, schön blühende Ritterspornart mit knollenartigem Wurzelstock ist Delphinium nudicaule. Diese Sorte zeichnet sich durch große Reichblütigkeit aus und ist vollständig hart und ausdauernd. Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli.
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Rittersporn
Eine leuchtend rot blühende und nur etwa 30 cm hoch werdende, schön blühende Ritterspornart mit knollenartigem Wurzelstock ist Delphinium nudicaule. Diese Sorte zeichnet sich durch große Reichblütigkeit aus und ist vollständig hart und ausdauernd. Die Blütezeit fällt in die Monate Juni und Juli.
Vermehrung durch Samenaussaat und Stockteilung.
Eine andere, wenig anzutreffende Art mit knolligem Wurzelstock ist D. sulphurium oder auch D. Zalil mit leuchtend schwefelgelben Blütenrispen und hohem Wuchse. Sie blüht zur selben Zeit mit den andern Ritterspornarten zusammen. D. sulphureum entwickelt sich besonders gut in etwas kalkhaltigem Boden, setzt auch reichlich Samen an und läßt sich durch Aussaat gut vermehren.
Juli
Man beendet die für Juni angegebenen Auspflanzungen bezw. Aussaaten.
Man räumt die Erde um den Meerrettich weg und entfernt die Seitenwurzeln.
Man bindet Sommerendivien ein und behäufelt Stengelsellerie zum Zwecke des Bleichens.
Man nimmt Knoblauch, Rokambole, Schalotte, Perlzwiebeln aus der Erde, wenn das Kraut abgestorben ist.
Man sammelt und trocknet Stengel oder Blätter von Gewürzkräutern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Krauseminze, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Raute, Salbei, Thymian.
Etwa abgetragene Beete von Frühgemüse, wie Kohlrabi, Früherbsen, Karotten, auch Frühkartoffeln werden abgeräumt, nach Bedürfnis gedüngt, gegraben und für den Winterbedarf mit den Aussaaten vom Mai und Anfang Juni, soweit sie nicht an die Standorte gemacht waren, bepflanzt.
Das Auflockern darf nicht versäumt werden, besonders nach starkem Schlagregen.
Man nimmt Kerbelrüben aus dem Boden, pflanzt Winterendivien.
Etwa gereifte Sämereien werden abgenommen und zum Abtrocknen und Nachreifen luftig und schattig ausgebreitet.
Spargelbeete sind mit künstlichem Dünger zu düngen.
Die Erdbeerbeete werden gründlich bejaucht und behackt.
Beim Blumenkohl sind die Blätter nach innen über die Blumenkäse zu knicken, damit diese fest, zart und weiß bleiben.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Alpenveilchen
Verfasst von Gartenfrau am Do, 11/19/2009 - 08:43.Dazu gehören die Arten des freien Landes, die ziemlich unempfindlich und hart sind und nur in ganz strengen Ausnahmewintern eines Schutzes bedürfen. weiter lesen ...
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
Juli
Man beendet die für Juni angegebenen Auspflanzungen bezw. Aussaaten.
Man räumt die Erde um den Meerrettich weg und entfernt die Seitenwurzeln.
Man bindet Sommerendivien ein und behäufelt Stengelsellerie zum Zwecke des Bleichens.
Man nimmt Knoblauch, Rokambole, Schalotte, Perlzwiebeln aus der Erde, wenn das Kraut abgestorben ist.
Man sammelt und trocknet Stengel oder Blätter von Gewürzkräutern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Krauseminze, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Raute, Salbei, Thymian.
Etwa abgetragene Beete von Frühgemüse, wie Kohlrabi, Früherbsen, Karotten, auch Frühkartoffeln werden abgeräumt, nach Bedürfnis gedüngt, gegraben und für den Winterbedarf mit den Aussaaten vom Mai und Anfang Juni, soweit sie nicht an die Standorte gemacht waren, bepflanzt.
Das Auflockern darf nicht versäumt werden, besonders nach starkem Schlagregen.
Man nimmt Kerbelrüben aus dem Boden, pflanzt Winterendivien.
Etwa gereifte Sämereien werden abgenommen und zum Abtrocknen und Nachreifen luftig und schattig ausgebreitet.
Spargelbeete sind mit künstlichem Dünger zu düngen.
Die Erdbeerbeete werden gründlich bejaucht und behackt.
Beim Blumenkohl sind die Blätter nach innen über die Blumenkäse zu knicken, damit diese fest, zart und weiß bleiben.
Flüssiges Baumwachs
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 11/18/2009 - 03:25.Baumwachs dient als Wundverschluss nach Baumschnitt oder Pflanzenveredelung im Obst- und Gartenbau. weiter lesen ...
Baumwachs
Baumwachs kann man sich selbst mischen. Hier drei Rezepte dazu, die schon mehr als 100 Jahre alt sind...
Baumwachs - Rezept I
Ceresin oder Wachs 375,0
Kolophonium 375,0
Terpentin, dicker 200,0
Rüböl 50,0
Die Zutaten werden vermischt, mit Kurkuma oder öllöslichem Anilingelb gefärbt und in Stangen gerollt.
Baumwachs - Rezept II
Kolophonium 450,0
Wachs, gelbes 275,0
Terpentin, dicker 140,0
Hammeltalg 90,0
Rüböl 45,0.
Färbung wie bei No. 1.
Baumwachs - Rezept III - n. Dieterich
Kolophonium 400,0
Wachs, gelbes 150,0
Japanwachs 150,0
Terpentin, dicker 240,0
Talg 30,0.
Färbung wie bei No. 1.
Baumwachs
Verfasst von Gartenfrau am Di, 11/17/2009 - 14:16.Baumwachs kann man sich selbst mischen. Hier drei Rezepte dazu, die schon mehr als 100 Jahre alt sind...
Baumwachs - Rezept I weiter lesen ...
Baumwachs
Baumwachs kann man sich selbst mischen. Hier drei Rezepte dazu, die schon mehr als 100 Jahre alt sind...
Baumwachs - Rezept I
Ceresin oder Wachs 375,0
Kolophonium 375,0
Terpentin, dicker 200,0
Rüböl 50,0
Die Zutaten werden vermischt, mit Kurkuma oder öllöslichem Anilingelb gefärbt und in Stangen gerollt.
Baumwachs - Rezept II
Kolophonium 450,0
Wachs, gelbes 275,0
Terpentin, dicker 140,0
Hammeltalg 90,0
Rüböl 45,0.
Färbung wie bei No. 1.
Baumwachs - Rezept III - n. Dieterich
Kolophonium 400,0
Wachs, gelbes 150,0
Japanwachs 150,0
Terpentin, dicker 240,0
Talg 30,0.
Färbung wie bei No. 1.
Mini-Treibhaus für Stecklinge
Verfasst von Gartenfrau am Mo, 11/16/2009 - 09:46.Aus einer Plastiktüte und einem Blumentopf läßt sich im Handumdrehen ein kleines Treibhaus für Stecklinge basteln. Ein solches Minitreibhaus ist auch als individuelles Geschenk gut geeignet. weiter lesen ...
Krokus
Verfasst von Gartenfrau am So, 11/15/2009 - 10:57.Crocus oder Safran ist ein allgemein bekannter und sehr geschätzter Frühblüher, der, einmal angepflanzt, seine schönfarbigen Blumen in den buntesten Farben jedes Jahr in den ersten Frühlingsta weiter lesen ...
November
Alle Arbeiten, die im Oktober vielleicht wegen anhaltender milder Witterung nicht beendet wurden, werden nachgeholt und zum Abschluß gebracht, so das Herausnehmen und Einwintern der Wintervorräte.
Die Aufbewahrungsräume sind zu überwachen, bei milder Witterung zu lüften, bei eintretender Kälte zu schließen, außerdem ist Reinerhaltung besondere Pflicht.
Da nun der Garten die Aufmerksamkeit weniger in Anspruch nimmt, so kann man dem Kompost- und Unkrauthaufen seine Sorgfalt zuwenden. Auf letzteren waren vom Frühjahre ab alle Abgänge des Gartens und des Haushaltes geworfen worden. Diese werden nun geordnet zusammengesetzt und schichtweise mit ungelöschtem Kalk vermischt, wodurch eine schnellere Zersetzung erfolgt und namentlich die etwa mit hineingekommenen Unkrautsämereien vernichtet werden.
Der vorjährige Haufen - nun Komposthaufen genannt - wird umgesetzt und ist jetzt soweit fertig, daß er im nächsten Jahre verwendet werden kann.
Die Gartengeräte sind zu reinigen und ins Trockene zu schaffen. Die Bohnenstangen werden im Freien so zusammengestellt, daß Stürme sie nicht umwerfen.
Nimmt die Kälte stark zu, so sind empfindliche, im Freien überwinternde Arten, wie die Artischocken, stärker zu bedecken.
Man düngt, stürzt, rigolt, wenn das Wetter noch mild ist, ein leichter Frost unterbricht nicht, sondern befördert nur.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.
Juli
Man beendet die für Juni angegebenen Auspflanzungen bezw. Aussaaten.
Man räumt die Erde um den Meerrettich weg und entfernt die Seitenwurzeln.
Man bindet Sommerendivien ein und behäufelt Stengelsellerie zum Zwecke des Bleichens.
Man nimmt Knoblauch, Rokambole, Schalotte, Perlzwiebeln aus der Erde, wenn das Kraut abgestorben ist.
Man sammelt und trocknet Stengel oder Blätter von Gewürzkräutern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Krauseminze, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Raute, Salbei, Thymian.
Etwa abgetragene Beete von Frühgemüse, wie Kohlrabi, Früherbsen, Karotten, auch Frühkartoffeln werden abgeräumt, nach Bedürfnis gedüngt, gegraben und für den Winterbedarf mit den Aussaaten vom Mai und Anfang Juni, soweit sie nicht an die Standorte gemacht waren, bepflanzt.
Das Auflockern darf nicht versäumt werden, besonders nach starkem Schlagregen.
Man nimmt Kerbelrüben aus dem Boden, pflanzt Winterendivien.
Etwa gereifte Sämereien werden abgenommen und zum Abtrocknen und Nachreifen luftig und schattig ausgebreitet.
Spargelbeete sind mit künstlichem Dünger zu düngen.
Die Erdbeerbeete werden gründlich bejaucht und behackt.
Beim Blumenkohl sind die Blätter nach innen über die Blumenkäse zu knicken, damit diese fest, zart und weiß bleiben.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Hohlwurz
Verfasst von Gartenfrau am Sa, 11/14/2009 - 03:07.Corydalis cava, eine bei uns heimische, niedrig bleibende, schöne Pflanze, die im März-April in Blüte steht und mit den andern frühlingsblühenden Zwiebelgewächsen dann prächtige Blütenbilde weiter lesen ...
Zwiebelgewächse
April
Alle für den März angeführten Arbeiten werden, wenn sie wegen ungünstiger Witterung nicht ganz ausgeführt werden konnten, jetzt nachgeholt und beendet. Der April spielt im Küchengarten eine hervorragende Rolle, während seiner Dauer wird der Grund für die Sommer- und Herbsternte gelegt. Man kann ihn den Monat den Aussäens und des Pflanzens nennen. Ländereien, die im Herbst oder im Verlauf des Winters gedüngt und gestürzt oder auch rigolt worden sind, werden jetzt durch die Hacken und Harken geebnet und den Zwecken entsprechend abgeteilt. Man säet ins freie Land an die bleibenden Standorte: Kresse, Löwenzahn, Zichorie, Spinat, Gartenmelde, Mangold, spinatblätterigen chinesischen Senf, Meerkohl, Buschbohnen (erst gegen Ende), Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Möhren, Pastinake, Wurzelpetersilie, Radies, Rapontika, Sommerrettich, Roterübe, Zwiebel, Bohnenkraut, Boretsch, Fenchel, Kerbel, Schnittpetersilie, Portulak, Waldmeister usw. Auf Saatbeete zum späteren Auspflanzen werden gesäet: Blumenkohl, Kopfkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Sommerampfer, Kohlrübe, Winterzwiebel, Estragon, Krauseminze, Kümmel, Lavendel, Löffelkraut, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei etc. Man kann bereits Spargelbeete anlegen. Beim vorhandenen Spargel wird jetzt die Erde an die Pflanzen herangezogen, damit das Stechen im nächsten Monat beginnen kann. Erdbeeren sind spätestens jetzt zu pflanzen und zwar auf frisch gedüngtes Land. Monatserdbeeren kommen als Einfassung der Abteilungen im Gemüsegarten gepflanzt werden. Man legt Frühkartoffeln, Knollenziest, Helianthi, Topinambour. Man pflanzt die im Keller eingeschlagenen Artischocken aus und löst dabei Sprossen ab. Man zerteilt und verpflanzt mehrjährige Gewürzkräuter, wie Sauerampfer, Schnittlauch, Estragon, Fetthenne, Krauseminze, Löffelkraut, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei, Thymian. Man verdünnt die aufgegangenen Sämereien, pikiert, jätet, lockert auf und begießt nach Bedürfnis. Man pflanzt in Mistbeeten angezogene Pflänzchen, wie die Kohlarten, Kopfsalat usw. auf die bleibenden Standorte in sonniger und geschützter Lage zum Frühverbrauch. Man legt neue Meerrettichbeete an. Man legt Anfang April Gurken, Melonen, Kurbisse in Töpfe und zieht sie heran zum Auspflanzen nach Mitte Mai ins freie Land. Die Mistbeete müssen, je höher die Sonne steigt und je wärmer das Wetter wird, tagsüber mehr und mehr gelüftet werden.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
Maiglöckchen
Verfasst von Gartenfrau am Fr, 11/13/2009 - 14:22.Es dürfte nur wenige Blumenarten geben, die sich so allgemeiner Beliebtheit und Verbreitung erfreuen, und die dabei auch so allgemein bekannt geworden sind, wie das zierliche Maiglöckchen mit sei weiter lesen ...
Maiglöckchen
Es dürfte nur wenige Blumenarten geben, die sich so allgemeiner Beliebtheit und Verbreitung erfreuen, und die dabei auch so allgemein bekannt geworden sind, wie das zierliche Maiglöckchen mit seinen angenehm duftenden Blüten.

Durch ihre starken Keime oder Rhizome zählt auch diese Gattung zu den Knollengewächsen. Unser großblumiges Gartenmaiglöckchen ist eine durch die Kultur verbesserte Form der wild vorkommenden Waldmaiblume C. majalis. Besonders großglockig und schön ist C. majalis Fortin, mehr interessant C. maj. fl. roseo, eine rosafarben blühende; schöne Spielart.
Erwähnung verdient an dieser Stelle die zwar zu den Liliaceen zählende Salomonssiegel oder Weißwurz, Convallaria Polygonatum, welche im Mai-Juni an den 30 bis 60 cm langen, übergebogenen Stengeln, die mit den lanzettlichen Blättern besetzt sind, eine Anzahl rahmweißer Blütenglocken zum Vorschein bringt.
Die bekanntesten Formen sind außer der genannten noch C. Pol. multiflorum und C. Pol. verticillatum mit mehr aufrechtem Wuchse, und C. Pol. flore pleno, mit gefüllten Blumen.
Besonders großblumig sind die Gartenformen C. Pol. giganteum und macrophyllum.
Alle lieben eine leicht schattige Lage und einen mehr feuchten Untergrund, sie entwickeln sich dort, längere Zeit ungestört belassen, zu großer Schönheit.
Vermehrung durch die sich bildenden Seitenrhizome resp. Teilung.
Knollengewächse
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Mai
Man säet noch für die Folge zum späteren Auspflanzen einige der im April ausgesäeten Sämereien, so die Kohlarten, Winterendivie, Kopfsalat, Kohlrübe, Roterübe, Kapontika; ebenso an die bleibenden Standorte: Kresse, Gartenmelde, spinatblätterigen chinesischen Senf, Buschbohne (Anfang Mai), Stangenbohne (Mitte Mai), Gurke, Kürbis, Erbse, Möhre, Radies, Winterrettich, Dill, Portulak.
Wie der April der Hauptmonat des Säens ist, so ist der Mai der des Pflanzens. Es werden alle im März und Anfang April im Mistbeete und im freien Lande herangezogenen Gemüsepflanzen auf die bleibenden Standorte ausgepflanzt. So die Kohlarten, Sommerendivien, Kopfsalat, Rhabarber, Kardone, Artischocke, Sellerie, Gurke, Melone, Kürbis, Tomate, Eierfrucht, letztere 5 Gemüse nach Mitte Mai, Basilikum, Lauch. Die erste Erbsenaussaat wird gestengelt.
Kartoffeln werden behackt und behäufelt.
Es wird verdünnt, gejätet, gelockert, behackt und gegossen von nun ab am Abend, je nach Bedürfnis.
Dem Unkraute, das nun anfängt, sich breit zu machen, ist emsig nachzustellen.
Die Fenster der vorgeschrittensten Mistbeetpflanzungen müssen bei Tage und gegen Ende des Monats, wenn die Wärme zunimmt auch des Nachts abgenommen werden.
Colchicum
Verfasst von Gartenfrau am Do, 11/12/2009 - 10:56.Ein immer dankbar blühendes und noch lange nicht genug geschätztes Zwiebelgewächs ist die wochenlang im Flor stehende Herbstzeitlose oder Wiesensafran. weiter lesen ...
Colchicum
Ein immer dankbar blühendes und noch lange nicht genug geschätztes Zwiebelgewächs ist die wochenlang im Flor stehende Herbstzeitlose oder Wiesensafran. Während die Blütezeit bei fast allen Formen, wie schon der Name besagt, in die Herbstmonate fällt, entwickelt diese Pflanze erst im darauffolgenden Frühling die langen, schmalen Blattteile, die bis zum Juni ihr Wachstum beendet haben und dann einziehen.

Die Zwiebel macht dann bis zur Entfaltung der Blüte eine kurze Ruhezeit durch. Daher ist die beste Verpflanzzeit dieses Zwiebelgewächses im Juli-August.

Colchicum autumnale ist die bekannte, wilde Form, die mit ihren zartlila oder pupurrosa farbenen Blumen auf unsern Wiesen oft in großen Mengen anzutreffen ist. Auch eine weiß gefüllt blühende Form, C. autumnale album, ist von großer Schönheit. Andere prächtige Spielarten davon sind C. speciosum, aus dem Kaukasus stammend, mit pupurlila farbenen Blumen, eine der schönsten; weiter C. cilicicum, tiefrosa, C. Decaisnei, zart rosa, C. Sibthorpii, prächtig zartlila, C. Ritschii, rein weiß, und die meist erst im Frühling blühende C. montanum, zartrot.

An feuchten Gartenstellen ist ihre Verwendung besonders in Verbindung mit den im Herbst blühenden Krokusformen eine sehr dankbare, und es ist eigentlich merkwürdig, dass dieser schöne Blüher bisher dort noch so wenig angetroffen wird.

Vermehrung durch Brutzwiebeln.
Achtung: So schön die Herbstzeitlose auch ist, sie ist giftig! Und zwar so giftig, dass sogar im Jahre 1839 ein Grabgesang von Michael von Jung geschrieben wurde:

Bey dem Grabe zweier Kinder, die Gift gegessen hatten
1. Als in der schönsten Blumenzeit
Zwei Kinder sich erquickten,
Und sich in unschuldvoller Freud
Die schönsten Blumen pflückten;
Da fanden sie im Wiesengrund
Der Herbstzeitlose Samen,
Wo sie, entzückt bei diesem Fund,
In höchster Wonne schwamen.
2. Sie öffneten den Samenkelch
Worin sie Körnchen fanden
Von blühend weisser Farb; und welch
Entzücken sie empfanden!
Das müßen Zuckerkörnchen seyn,
So sprachen sie, und nahmen,
Betrogen von dem falschen Schein,
Für Zucker diesen Samen.
3. Zum Unglück war kein Mensch dabei
Sie weislich zu belehren:
Daß dieser Samen giftig sey
Wie viele schöne Beeren;
Auch waren sie zum Schulbesuch
Zu jung, und nicht verpflichtet,
Sonst hätte sie sogleich ein Buch
Von Giften unterrichtet.
4. Sie assen nun mit Lüsternheit
Den giftgefüllten Samen,
Wovon sie schon in kurzer Zeit
Die größte Qual bekamen;
Sie eilten zu den Eltern heim,
Und klagten über Schmerzen,
Und trugen schon den Todeskeim
In ihren bangen Herzen.
5. Die Schmerzen nahmen überhand
Im aufgebäumten Magen,
Daß jedes wie ein Wurm sich wand,
In grenzenlosen Plagen.
Man rief sogleich den Arzt herbei:
Was doch den Kindern fehle,
Und was es für ein Übel sey,
Das sie so grausam quäle.
6. Der Arzt erschien, und sagte: daß
Sie Gift bekommen haben,
Gab ihnen ohne Unterlaß
Die allerbeßten Gaben;
Allein die Hülfe kam zu spat,
Dem Gift zu widerstehen,
Und ach! sie mußten ohne Gnad
Dem Tod ins Auge sehen.
7. Denn bald erschien des Todes Farb
Auf ihren Angesichtern,
Es brach ihr armes Herz, und starb
In Zuckungen und Gichtern.
Da lagen sie im Todesarm
Die starren Kinderleichen,
Und ihrer Eltern Gram und Harm
Ist keiner zu vergleichen.
8. Sie werfen auf die Leichen sich,
Befeuchten sie mit Thränen
Und ihr Geheul ist fürchterlich
Und lößt sich auf in Stöhnen;
Sie möchten bei der Kinder Tod
Auch sich zu Grabe stürtzen,
Und ach! ihr grosser Jammer droht
Ihr Leben abzukürtzen.
9. Und sicher wird es beim Gericht
Den Eltern beigemessen,
Wenn sie bei ihrem Unterricht
Die weise Lehr vergessen:
Die Kinder möchten ja doch nie
Was Unbekanntes essen,
Es sey ja öfter schon für sie
Der Tod darin gesessen.
10. Und o ihr Kinder! lasset euch
Durch diesen Fall belehren,
Und euch das Naschen doch sogleich
Von euren Eltern wehren,
Und esset ja doch nichts, als wenn
Die Eltern es erlauben,
Es könnte, wärs auch noch so schön,
Euch doch das Leben rauben.
11. Nun ruhet sanft im Erdenschoos,
Ihr unschuldvollen Kinder!
Denn glücklicher ist euer Loos
Als das verstockter Sünder.
Zwar hat des Todes Hand gepflückt
Euch schon in zarter Blüthe,
Hingegen ewig euch beglückt
Des Allerhöchsten Güte.
Krokus
Crocus oder Safran ist ein allgemein bekannter und sehr geschätzter Frühblüher, der, einmal angepflanzt, seine schönfarbigen Blumen in den buntesten Farben jedes Jahr in den ersten Frühlingstagen aufs Neue zur Schau trägt.

Besonders schön ist die Verwendung dieses Gewächses als Beeteinfassung und zu größeren Farbentrupps im Rasen; aber auch zu ganzen Beeten vereinigt kann ihre Wirkung eine hervortretende sein.
Pflanzzeit ist in den Herbstmonaten September bis November, etwa 6-8 cm tief in 10-12 cm Abstand in etwas humosen, nicht zu schweren Boden.
Als schönste Frühlingsblüher können folgende Spielarten, die von C. vernus, C. luteus, C. versicolor u.a. abstammen, mit besonders großen Blumen, empfohlen werden: in hell- und dunkelblauen Farben Black Night, Beauty, Dorthea, Harmonie, Matador, Medusa, Triumph und Van Dyck. Prächtig purpurfarben blühen: Champion, Hero, Purple Beauty und Wonder.
Als besonders großblumige reinweiße und gestreifte Sorten kommen in Betracht: Honorine, May, Sara Bernhardt, Weißer Riese, Fantasie, Irene und Perle Surprise.
Von auffallender Schönheit sind zur Zeit der Blüte die mattgelben, goldorange und silberfarbenen Töne, und hiervon die schönsten sind Goldlack, Silberlack, wie auch Imperator und die gestreift blühenden Sorten.
Für ganze Beete und Gruppen sind reine Farben am wirkungsvollsten.
Bedeutend mehr Beachtung verdienen auch die im Herbst blühenden Sorten, deren Pflanzzeit in den Juni, spätestens Juli fällt und die fast gar nicht bekannt und auch wenig verbreitet sind. In ihrer Blütenwirkung sind sie in den Herbstmonaten von ebenso großer Schönheit, wie dies bei den frühlingsblühenden Sorten der Fall ist.
Mit den bereits genannten Herbstzeitlosen besitzen sie viel Ähnlichkeit und sind auch in Verbindung mit diesen gut verwendbar.
Als schönste Herbstcrocus kommen im Betracht: C. asturicus, C. speciosus, C. spec. Aitchisonii und C. pulchellus, in hell und dunklerem Blau, C. savitus und C. zonatus in orange und violett mit goldgelber Mitte.
Vermehrung durch Brutzwiebeln, neue Spielarten werden durch Samenaussaat gewonnen.
Zwiebelgewächse
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
Juli
Man beendet die für Juni angegebenen Auspflanzungen bezw. Aussaaten.
Man räumt die Erde um den Meerrettich weg und entfernt die Seitenwurzeln.
Man bindet Sommerendivien ein und behäufelt Stengelsellerie zum Zwecke des Bleichens.
Man nimmt Knoblauch, Rokambole, Schalotte, Perlzwiebeln aus der Erde, wenn das Kraut abgestorben ist.
Man sammelt und trocknet Stengel oder Blätter von Gewürzkräutern, wie Basilikum, Bohnenkraut, Krauseminze, Lavendel, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Raute, Salbei, Thymian.
Etwa abgetragene Beete von Frühgemüse, wie Kohlrabi, Früherbsen, Karotten, auch Frühkartoffeln werden abgeräumt, nach Bedürfnis gedüngt, gegraben und für den Winterbedarf mit den Aussaaten vom Mai und Anfang Juni, soweit sie nicht an die Standorte gemacht waren, bepflanzt.
Das Auflockern darf nicht versäumt werden, besonders nach starkem Schlagregen.
Man nimmt Kerbelrüben aus dem Boden, pflanzt Winterendivien.
Etwa gereifte Sämereien werden abgenommen und zum Abtrocknen und Nachreifen luftig und schattig ausgebreitet.
Spargelbeete sind mit künstlichem Dünger zu düngen.
Die Erdbeerbeete werden gründlich bejaucht und behackt.
Beim Blumenkohl sind die Blätter nach innen über die Blumenkäse zu knicken, damit diese fest, zart und weiß bleiben.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
Calystegia
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 11/11/2009 - 08:47.Die behaarte Bärwinde (Calystegia pubescens) ist am meisten bekannt und wird vielfach unter dem unbegründeten Namen "Balkonröschen" angeboten. weiter lesen ...
Calystegia
Die behaarte Bärwinde (Calystegia pubescens) ist am meisten bekannt und wird vielfach unter dem unbegründeten Namen "Balkonröschen" angeboten.

Sie ist eine der Zaunwinde ähnliche Schlingpflanze von guter Blühwilligkeit, vom Juni bis September in Blüte stehend; Blumenfarbe zartrosa bis karminrosa. Die Blumen sind trichterartig.

Calystegia pubescens hat in neuerer zeit auch zum Balkonschmuck viel Verwendung gefunden. Gedeiht in fast jedem Gartenboden, beste Pflanzzeit im Frühling.

Vermehrt sich leicht und schnell durch Wurzelteile, da die Pflanze einen kriechenden Wurzelstock mit zahlreichen Ausläufern bildet, so dass der Boden bald am Standort vollständig durchwachsen ist.
Es gibt noch verschiedene ausdauernde Arten, die den ganzen Sommer über blühen.
Im übrigen ist diese willig blühende Pflanze sehr anspruchslos und zur Berankung von Spalieren, Mauern, Gittern u. dgl. während des Sommers gut zu verwenden.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.



