Gemüsegarten
Radieschen nicht düngen
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 03/03/2010 - 23:33.Radieschen nicht düngen! Sie bekommen dann Maden. (Nahrhafter Boden aber vorteilhaft.)
Radieschen nicht düngen
Radieschen nicht düngen! Sie bekommen dann Maden. (Nahrhafter Boden aber vorteilhaft.)
Radieschen
Das Radieschen (raphanus sativus praecox minor), auch Radies oder Monatsrettich stellt keine sehr hohen Anforderungen an den Boden, wenn er nur gut gelockert, nahrhaft und warm gelegen ist.

Das Radieschen eignet sich vorzüglich zum Zwischenanbau zwischen anderen Kulturen wie Spinat, Möhren und sonstigen Wurzelgewächsen, auf Aussaatbeeten von dünn gesäeten Gemüsearten usw., indem beim Bestellen nach Bedarf Körner dazwischen gestreut werden, da sie, bis jene sich ausbreiten oder verpflanzt werden, bereits verbraucht sind.

Mit den ersten Aussaaten beginnt man bereits im Januar auf Treibbeeten als Zwischenanbau. Ebenso säet man von April ab ins freie Land und kann so dem Bedürfnis entsprechend alle 14 Tage oder von 8 zu 3 Wochen fortfahren. Für den Sommer- und Herbstbedarf sind schattige Lagen vorzuziehen.
Säet man auf besondere Beete reihenweise oder breitwürfig, so verlangen die Radieschen einen Abstand von 10 cm. Die Samen der runden und ovalen Sorten werden mindestens 2 cm, die der langen und der Riesenradies 4 cm tief untergebracht; dies ist erforderlich, um die den Sorten eigene Form auszubilden. Zum Verspeisen sind die halbausgewachsenen Radieschen die zartesten, später werden sie pelzig im Innern und während der heißen Sommermonate neigen sie in der Form mehr zum Verändern.
Gurkensetzlinge
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 03/03/2010 - 01:31.Gurkensetzlinge (Pflänzchen) kann man selbst heranziehen, wenn man die Samen Anfang März in feuchte Sägespäne legt, sie in einen warmen Raum stellt und ständig gelinde feucht hält. weiter lesen ...
Gurkensetzlinge
Gurkensetzlinge (Pflänzchen) kann man selbst heranziehen, wenn man die Samen Anfang März in feuchte Sägespäne legt, sie in einen warmen Raum stellt und ständig gelinde feucht hält. So erzielt man Riesen-Ernten.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
Kerbelrüben
Verfasst von Gartenfrau am Fr, 10/30/2009 - 01:06.Die Kerbelrüben, nicht zu verwechseln mit dem gewöhnlichen Kerbel, ist geradezu ein köstliches Gemüse. weiter lesen ...
Kerbelrübe
Die Kerbelrübe - Scandix (Chaerophyllum) bulbosa - liebt einen kräftigen, aber nicht frisch gedüngten und nicht zu nassen Boden. Sie gedeiht auch in schattigen Lagen.

Der Same, welcher nur knapp ein Jahr keimfähig bleibt, muss gleich nach der Ernte vom September bis zum Oktober breitwürfig oder in Reihen von 10 cm Entfernung ausgesäet werden; er geht im nächsten Frühjahr auf. Für ein Beet von 10 qm Größe sind 5 gr Samen erforderlich.
Öfteres Hacken und Begießen befördert die Ausbildung der Rüben, die bei Trockenheit und schlechter Pflege leicht verholzen und in Samen schießen. Durch Verziehen werden die Pflanzen auf 5 cm Abstand verdichtet, damit sie im ersten Jahr verbrauchsfertig werden.
Im Juli werden die Rüben aus dem Boden genommen und an einem luftigen Ort, in Sand eingeschlagen, aufbewahrt. Ihren feinen Geschmack erhalten sie erst vom Oktober ab und von dieser Zeit an beginnt ihr eigentlicher Verbrauch für die Küche.
Frost schadet ihnen nicht, aber vor den Mäusen müssen sie sorgfältig geschützt werden. Sie sind etwas für Feinschmecker.
Bei der Ernte im ersten Jahre nach der Aussaat erhält man oft nur wenige Rüben von 3—4 cm Größe für den Verbrauch.
Die noch kleineren kann man zur Weiterzucht fürs nächste Jahr benutzen, vorläufig werden sie gleichfalls nach dem Herausnehmen - wie die zum Verspeisen geeigneten - in trockenen Sand gelegt. Im Herbst steckt man sie in 10 cm weite Reihen, 5 cm in der Reihe voneinander entfernt. Diese Rüben werden, im anderen Jahre sehr schön, nur muss man sie bei Trockenheit durch fleißiges Begießen von der Bildung von Samenstengeln abhalten, da sie naturgemäß im zweiten Jahre leichter in Samen gehen als im ersten.
Im Juni färbt sich das Kraut gelb, das Zeichen der Reife, und nun werden sie aus dem Lande genommen und aufbewahrt, wie oben angegeben.
Man kann sich also den Anbau sehr erleichtern, wenn man alljährlich im Herbst dicht aussäet, um fürs andere Jahr nur Rüben zum Stecken zu ernten.
Kerbelrüben
Die Kerbelrüben, nicht zu verwechseln mit dem gewöhnlichen Kerbel, ist geradezu ein köstliches Gemüse. Sie gibt die größten Rübchen (bis 3 Zoll lang), wenn man sie anstatt im Frühjahr Mitte September aussät. Im Winter bleiben die jungen Pflänzchen unbedeckt.
Erst Anfang Oktober im nächsten Jahre nimmt man sie aus dem Boden, auch wenn ihr Kraut früher absterben sollte.
Da Kerbelrüben bei uns zimlich unbekannt sind, will ich auch über die Verwendung und Zubereitung derselben einige Andeutungen folgen lassen.
Die Kerbelrübe darf nicht vor Anfang November gegessen werden. Bevor sie in den Keller gebracht werden, müssen solche auf dem Lande erst gut abtrocknen. Sie müssen an einen trockenen, vor Mäusen sicheren Orte aufbewahrt werden. Frost schadet ihnen nicht. Am wohlschmeckendsten sind sie zu Ende des Winters, bevor sie anfangen zu treiben, erst dann haben sie ihren süßen, kastanienähnlichen edlen Geschmack erreicht.
Die Rübchen werden mit kaltem Wasser zu Feuer gesetzt, sobald das Wasser kocht, abgenommen und ihrer Schale entledigt. Hierauf werden die Rübchen in Butter gebraten oder in Salzwasser gekocht und mit Sauce zubereitet. Auch in Suppen und zu diversen Speisen können Kerbelrüben Verwendung finden.
Kerbel
Kerbel, Kerbelkraut - Anthriscus Cerefolium - ist ein einjähriges Küchenkraut, das ungemein rasch in Samen schießt und dann seinen Wert als Würze verliert. Um ihn deshalb immer frisch zur Hand zu haben, empfiehlt es sich, vom Frühjahr bis zum Herbst Aussaaten in drei- bis vier-wöchentlichen Abständen vorzunehmen. Die letzte Aussaat im Oktober für die Verwendung im nächsten Frühjahr ist vor dem Eintritt des Frostes mit langem Pferdemist oder Torfmull zu bedecken. Am anbauwürdigsten ist der krausblätterige Kerbel, der in den erwähnten Abständen zu je 3—4 gr, entweder breit-würfig recht dünn, oder besser in 25—30 cm voneinander entfernten Reihen ausgesäet wird. Das Kraut findet Verwendung als Würze zu Suppen oder zu Endiviensalat.
Um es auch im Winter zur Verfügung zu haben, wird es kurz vor der Blüte abgeschnitten, in Bündelchen getrocknet und an einem luftigen Orte aufbewahrt.
Bild: Kerbel, krauser oder gefüllter
Der spanische Riesenkerbel oder Süßkerbel ist wohlriechend und hat einen süßen, anisähnlichen Geschmack. Er wird gleich nach der Reife im Herbst ausgesäet und geht im folgenden Frühjahr auf, Frühjahrsaussaat dagegen keimt erst ein Jahr später. Man pflanzt die jungen, kräftig gewordenen Pflanzen etwa 50 cm weit voneinander entfernt und gießt öfter bis zu ihrem Anwachsen. Der Riesenkerbel ist sehr anspruchslos.
November
Alle Arbeiten, die im Oktober vielleicht wegen anhaltender milder Witterung nicht beendet wurden, werden nachgeholt und zum Abschluß gebracht, so das Herausnehmen und Einwintern der Wintervorräte.
Die Aufbewahrungsräume sind zu überwachen, bei milder Witterung zu lüften, bei eintretender Kälte zu schließen, außerdem ist Reinerhaltung besondere Pflicht.
Da nun der Garten die Aufmerksamkeit weniger in Anspruch nimmt, so kann man dem Kompost- und Unkrauthaufen seine Sorgfalt zuwenden. Auf letzteren waren vom Frühjahre ab alle Abgänge des Gartens und des Haushaltes geworfen worden. Diese werden nun geordnet zusammengesetzt und schichtweise mit ungelöschtem Kalk vermischt, wodurch eine schnellere Zersetzung erfolgt und namentlich die etwa mit hineingekommenen Unkrautsämereien vernichtet werden.
Der vorjährige Haufen - nun Komposthaufen genannt - wird umgesetzt und ist jetzt soweit fertig, daß er im nächsten Jahre verwendet werden kann.
Die Gartengeräte sind zu reinigen und ins Trockene zu schaffen. Die Bohnenstangen werden im Freien so zusammengestellt, daß Stürme sie nicht umwerfen.
Nimmt die Kälte stark zu, so sind empfindliche, im Freien überwinternde Arten, wie die Artischocken, stärker zu bedecken.
Man düngt, stürzt, rigolt, wenn das Wetter noch mild ist, ein leichter Frost unterbricht nicht, sondern befördert nur.
Oktober
Der Oktober ist der Monat der Ernte und Belohnung für die lange Zeit der Pflege, Aufmerksamkeit und Mühewaltung im Küchengarten. Man darf sich indes nicht allzusehr mit der Ernte beeilen, denn die erste Hälfte des Oktober bringt meist noch recht gute und warme Witterung und diese soll dem völligen Ausreifen der einzelnen Gemüse noch zugute kommen.
Man beginnt mit dem Herausnehmen der Wurzelgewächse für den Winterbedarf, dann folgen die Gemüsearten, deren oberirdische Teile zur Ernährung dienen; man reinigt, trocknet ab und bringt in die Aufbewahrungsräume, die sorgsam vorbereitet waren und bei milder Witterung fleißig gelüftet werden.
Das Putzen der Gemüse soll nicht in eine Art Waschen ausarten.
Es darf vor allem nicht zu viel abgeschnitten werden. Auch an Kohlköpfen und Krautköpfen müssen außen ein paar Blätter als Schutzblätter bleiben, die erst beim Verbrauch entfernt werden.
Die Aufbewahrung kann in einem geeigneten frostfreien Raume (z. B. trockenen Keller) oder in Erdbeeten (Einschlägen) geschehen. Alte Mistbeetkästen sind sehr geeignet, da man hier bequem decken kann. In Mieten (wie Kartoffeln) halten sich viele Gemüse sehr gut man kann aber bei starkem Frost nicht dazu und muß dann immer etwas Vorrat bei der Hand haben.
Man überdeckt die Dauerbeete und Gewürzpflanzen mit kurzem Mist, nachdem Stengel und Kraut abgeschnitten waren.
Auch Spinat- und Schwarzwurzelbeete werden nach Eintritt des Frostes durch eine leichte Laubdecke geschützt.
Man säet den Samen der Kerbelrüben und pflanzt Wintersalat.
Man düngt die abgeräumten Ländereien, stürzt oder rigolt nach Erfordernis.
Jetzt ist Petersilie und Schnittlauch für den Winterbedarf in Töpfe oder Holzkistchen zu pflanzen und am Küchenfenster aufzustellen.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.
Kabis (Kopfkohl)
Verfasst von Gartenfrau am Do, 10/29/2009 - 02:18.Um recht frühen Kabis zu erzielen, sät man Mitte August; sind die Pflanzen erstarkt, so versetzt man solche auf Beete und überwintert sie in Reihen, die bei strenger Kälte mit Stroh, Laub, leic weiter lesen ...
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
Juni
Die Beete mit Erbsen, Bohnen, Kohl, Kartoffeln usw. sind jetzt regelmäßig zu behacken.
Stangenbohnen müssen, soweit sie nicht selbst sich festhalten, etwas geheftet werden, die Erbsen sind zu Stengeln.
Von Mitte dieses Monats ab pflanzt man für den Herbst- und Winterbedarf die zu diesem Zweck Ende April ausgesäeten Kohlarten. Winterendivien, Kopfsalat, Kohlrübe, Weißrübe und Roterübe.
Man verdünnt die im April ausgesäeten Wurzelgewächse, wie Möhren, Zichorie, Löwenzahn, Wurzelpetersilie, Pastinake, Rapontika.
Man reinigt, lockert, behackt, behäufelt und begießt.
Nach und nach werden Beete vom ersten Salat, Kohlrabi, Steckzwiebeln und dergl. abgeerntet, neu vorbereitet und mit einer zweiten Folge früher Sorten bepflanzt.
An den Gurken, Melonen und Kürbissen müssen die Ranken gleichmäßig ausgebreitet werden. Der Schnitt der Melonen geschieht zunächst über dem 7. Blatte einer jeden Ranke, weiterhin über jeder Frucht.
Erdbeerbeete sind von nun ab ständig zu entranken.
April
Alle für den März angeführten Arbeiten werden, wenn sie wegen ungünstiger Witterung nicht ganz ausgeführt werden konnten, jetzt nachgeholt und beendet. Der April spielt im Küchengarten eine hervorragende Rolle, während seiner Dauer wird der Grund für die Sommer- und Herbsternte gelegt. Man kann ihn den Monat den Aussäens und des Pflanzens nennen. Ländereien, die im Herbst oder im Verlauf des Winters gedüngt und gestürzt oder auch rigolt worden sind, werden jetzt durch die Hacken und Harken geebnet und den Zwecken entsprechend abgeteilt. Man säet ins freie Land an die bleibenden Standorte: Kresse, Löwenzahn, Zichorie, Spinat, Gartenmelde, Mangold, spinatblätterigen chinesischen Senf, Meerkohl, Buschbohnen (erst gegen Ende), Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Möhren, Pastinake, Wurzelpetersilie, Radies, Rapontika, Sommerrettich, Roterübe, Zwiebel, Bohnenkraut, Boretsch, Fenchel, Kerbel, Schnittpetersilie, Portulak, Waldmeister usw. Auf Saatbeete zum späteren Auspflanzen werden gesäet: Blumenkohl, Kopfkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Sommerampfer, Kohlrübe, Winterzwiebel, Estragon, Krauseminze, Kümmel, Lavendel, Löffelkraut, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei etc. Man kann bereits Spargelbeete anlegen. Beim vorhandenen Spargel wird jetzt die Erde an die Pflanzen herangezogen, damit das Stechen im nächsten Monat beginnen kann. Erdbeeren sind spätestens jetzt zu pflanzen und zwar auf frisch gedüngtes Land. Monatserdbeeren kommen als Einfassung der Abteilungen im Gemüsegarten gepflanzt werden. Man legt Frühkartoffeln, Knollenziest, Helianthi, Topinambour. Man pflanzt die im Keller eingeschlagenen Artischocken aus und löst dabei Sprossen ab. Man zerteilt und verpflanzt mehrjährige Gewürzkräuter, wie Sauerampfer, Schnittlauch, Estragon, Fetthenne, Krauseminze, Löffelkraut, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei, Thymian. Man verdünnt die aufgegangenen Sämereien, pikiert, jätet, lockert auf und begießt nach Bedürfnis. Man pflanzt in Mistbeeten angezogene Pflänzchen, wie die Kohlarten, Kopfsalat usw. auf die bleibenden Standorte in sonniger und geschützter Lage zum Frühverbrauch. Man legt neue Meerrettichbeete an. Man legt Anfang April Gurken, Melonen, Kurbisse in Töpfe und zieht sie heran zum Auspflanzen nach Mitte Mai ins freie Land. Die Mistbeete müssen, je höher die Sonne steigt und je wärmer das Wetter wird, tagsüber mehr und mehr gelüftet werden.
März
In diesem Monat nehmen, wenn auch nicht so ausgedehnt in der ersten Hälfte, was meistens von der Witterung abhängig ist, so doch in der zweiten Hälfte die Arbeiten im Küchengarten an Umfang zu. Wenn es nicht schon Ende Februar geschehen ist, müssen jetzt Mistbeete und Ländereien für die zeitige Aussaat hergerichtet werden. In erstere säet man außer den bereits für Februar aufgeführten Arten: Broccoll, Artischocken, Kardonen, Rhabarber, Tomaten, Eierfrucht, Neuseeländer Spinat, Knollensellerie, Lauch, Basilikum, und zieht diese inzwischen zu kräftigen Pflanzen heran. Ins freie Land können ausgesäet werden: Kresse, Spinat, Sauerampfer, Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Zuckerwurzel, Möhren (Karotten), Radies, Weißrüben, Anis, Schnittpetersilie. Man legt die Brutzwiebeln von Knoblauch, Rokambole, Schalotten, Steckzwiebeln. Die Artischockenbeete werden abgedeckt, der Meerkohl zum Bleichen behäufelt. Man gräbt oder lockert die Dauerbeete, wie Spargel, Rhabarber, Meerkohl und Artischocken. Im Mistbeet herangezogene Pflänzchen von Salat, Blumenkohl, Kohlrabi, Wirsing usw. können ins freie Land gesetzt werden. Beete mit mehrjährigen Küchengewächsen und Erdbeeren werden gereinigt, erstere gegraben, letztere nur gehackt oder mit der Grabegabel umgegraben, wobei der im Herbst aufgelegte Dünger mit untergebracht wird.
Mai
Man säet noch für die Folge zum späteren Auspflanzen einige der im April ausgesäeten Sämereien, so die Kohlarten, Winterendivie, Kopfsalat, Kohlrübe, Roterübe, Kapontika; ebenso an die bleibenden Standorte: Kresse, Gartenmelde, spinatblätterigen chinesischen Senf, Buschbohne (Anfang Mai), Stangenbohne (Mitte Mai), Gurke, Kürbis, Erbse, Möhre, Radies, Winterrettich, Dill, Portulak.
Wie der April der Hauptmonat des Säens ist, so ist der Mai der des Pflanzens. Es werden alle im März und Anfang April im Mistbeete und im freien Lande herangezogenen Gemüsepflanzen auf die bleibenden Standorte ausgepflanzt. So die Kohlarten, Sommerendivien, Kopfsalat, Rhabarber, Kardone, Artischocke, Sellerie, Gurke, Melone, Kürbis, Tomate, Eierfrucht, letztere 5 Gemüse nach Mitte Mai, Basilikum, Lauch. Die erste Erbsenaussaat wird gestengelt.
Kartoffeln werden behackt und behäufelt.
Es wird verdünnt, gejätet, gelockert, behackt und gegossen von nun ab am Abend, je nach Bedürfnis.
Dem Unkraute, das nun anfängt, sich breit zu machen, ist emsig nachzustellen.
Die Fenster der vorgeschrittensten Mistbeetpflanzungen müssen bei Tage und gegen Ende des Monats, wenn die Wärme zunimmt auch des Nachts abgenommen werden.
Winter-Kopfsalat
Verfasst von Gartenfrau am Mi, 10/28/2009 - 01:54.Den Winter-Kopfsalat säet man im August auf gut gedüngtes Beet an geschützter Stelle des Gartens. weiter lesen ...
Winter-Kopfsalat
Den Winter-Kopfsalat säet man im August auf gut gedüngtes Beet an geschützter Stelle des Gartens. Winterkopfsalat soll möglichst dünn ausgesäet und nach der Aussaat etwas angedrückt und hierauf angegossen werden.
Gehen die Pflanzen zu dicht auf, so zieht man einen Teil derselben heraus. Bei Eintritt der Kälte werden die Beete nur ganz leicht mit Tannenreis oder strohigem Mist bedeckt. Im Frühjahr, wenn keine starken Fröste mehr zu befürchten sind, nimmt man das Deckmaterial sorgfältig ab, lockert den Boden um die Pflanzen herum vorsichtig auf und begießt die Beete tüchtig mit Jauche.
Auf diese Weise kann man schon Ende April vorzüglichen, schmackhaften Kopfsalat haben. Als besten Winterkopfsalat empfehle ich: "Trotzkopf, brauner" und "Butterkopf, gelber Winter."
Kopfsalat
Kopfsalat wird auch grüner Salat, Lattichsalait und Gartensalat (Lactuca sativa capitata) genannt.
Kopfsalat
Der Kopfsalat verlangt einen 30 cm tief gelockerten, gut gedüngten (am besten mit verrottetem Mist) und warmen Boden in freier, sonniger Lage mit reichlicher Feuchtigkeit. Eignet sich vorzüglich zum Zwischenanbau zwischen starkzehrenden Gewächsen, die zu ihrer Ausbildung eine längere Zeit als 2 bis 3 Monate bedürfen.
Kopfsalat "Maikönig"
Je nach Sorte werden zeitig im Dezember oder Januar in Kästen, für den Kleinbedarf auch in Samenschalen oder Töpfen, ausgesäet und auf Treibbeete mit einem Abstand von 20 cm gepflanzt. Vorteilhaft zieht man sie mit solchen Pflanzen, wie z. B. Gurken, Melonen usw., zusammen, die später nach der Aberntung des Salats den ganzen Platz einnehmen sollen. Die Frühland-Salate werden von Mitte Februar ab bis März allein oder zwischen Kohlarten u.a. in ein mäßig warmes Mistbeet ausgesäet und im April ins freie Land gesetzt. Auch können sie im März auf ein Freilandsaatbeet gesäet werden, um darauf die benötigten Setzpflanzen zu gewinnen.
Winterkopfsalat "Kaiser Wilhelm II:"
Die Sommersalate bilden große und feste Köpfe und sind besonders widerstandsfähig gegen Hitze. Man säet sie vom März ab in Abständen von 14 Tagen ins freie Land auf Saatbeete, anfänglich an geschützter Stelle
Saatbeet im Schutze eines Zaunes
und pflanzt nach Bedarf. Abstand 25—30 cm. Um recht große und feste Köpfe zu erzielen, ist die Aussaat an Ort und Stelle zu empfehlen. Man drückt zu diesem Zwecke in den angegebenen Entfernungen je zwei Samenkörner flach in die Erde. Von den daraus sich entwickelnden Pflanzen bleibt nur die stärkste stehen, die die während der heißen Monate versetzten Pflanzen in ihrer Haltbarkeit bei weitem übertrifft.
Die Kultur des Wintersalats ist nicht nur für den Gemüsegärtner von Beruf in der Nähe größerer Städte lohnend, sondern ebenso wichtig für den Herrschaftsgärtner und Gartenfreund.
Die Aussaat muss je nach der Gegend von Ende August bis Mitte September erfolgen. Empfehlenswert ist, zu zwei verschiedenen Zeiten eine Aussaat vorzunehmen, damit man Pflanzen in geeigneter Stärke für das Aussetzen erhält. Auf kräftige aber nicht zu große Pflanzen ist für die Durchwinterung besonderer Wert zu legen, weil schwache Pflanzen entweder auswintern oder im nächsten Frühjahr zu spät verbrauchsfertig werden.
Vorteilhaft für die Kultur ist ein hochgelegenes Beet in sanft abfallender Lage. Man zieht Furchen von 10 cm Tiefe und 15—20 cm Abstand und zwar möglichst von Osten nach Westen, in die die Pflanzen in Abständen von 15—20 cm gesetzt werden und zwar deshalb so dicht, weil immer ein Teil auswintert. Die Richtung der Furchen von Osten nach Westen soll das wiederholte Auftauen und Gefrieren der Salatpflanzen verhindern, die gerade hiergegen empfindlicher sind als gegen strenge Kälte. Die Furchen müssen aber so angelegt sein, daß keine stauende Nässe vom Schneewasser entsteht. Bei schneelosem Frostwetter empfiehlt es sich, die Pflanzen leicht mit Fichtenreisig zu bedecken, das auch gegen das öftere Auftauen schützt.
Wintersalat in Furchen gepflanzt
Alle Kopfsalatsorten eignen sich wie kein anderes Gemüse zur Zwischenpflanzung, sie lassen sich auch überall leicht unterbringen und sind auch als Vor- wie als Nachfrucht anzubauen. 5 gr Samen enthalten 1800—2000 Korn. Von den Sommersalaten pflanzt man auf 1 qm etwa 16 Pflanzen, auf ein Beet von 10 qm demnach 160—170, auf ein Ar oder 100 qm 1600—1700.
Kopfsalat "Riesen-Kristallkopf"
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.
April
Alle für den März angeführten Arbeiten werden, wenn sie wegen ungünstiger Witterung nicht ganz ausgeführt werden konnten, jetzt nachgeholt und beendet. Der April spielt im Küchengarten eine hervorragende Rolle, während seiner Dauer wird der Grund für die Sommer- und Herbsternte gelegt. Man kann ihn den Monat den Aussäens und des Pflanzens nennen. Ländereien, die im Herbst oder im Verlauf des Winters gedüngt und gestürzt oder auch rigolt worden sind, werden jetzt durch die Hacken und Harken geebnet und den Zwecken entsprechend abgeteilt. Man säet ins freie Land an die bleibenden Standorte: Kresse, Löwenzahn, Zichorie, Spinat, Gartenmelde, Mangold, spinatblätterigen chinesischen Senf, Meerkohl, Buschbohnen (erst gegen Ende), Erbsen, Puffbohnen, Haferwurzel, Schwarzwurzel, Möhren, Pastinake, Wurzelpetersilie, Radies, Rapontika, Sommerrettich, Roterübe, Zwiebel, Bohnenkraut, Boretsch, Fenchel, Kerbel, Schnittpetersilie, Portulak, Waldmeister usw. Auf Saatbeete zum späteren Auspflanzen werden gesäet: Blumenkohl, Kopfkohl, Wirsing, Rosenkohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Sommerampfer, Kohlrübe, Winterzwiebel, Estragon, Krauseminze, Kümmel, Lavendel, Löffelkraut, Majoran, Melisse, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei etc. Man kann bereits Spargelbeete anlegen. Beim vorhandenen Spargel wird jetzt die Erde an die Pflanzen herangezogen, damit das Stechen im nächsten Monat beginnen kann. Erdbeeren sind spätestens jetzt zu pflanzen und zwar auf frisch gedüngtes Land. Monatserdbeeren kommen als Einfassung der Abteilungen im Gemüsegarten gepflanzt werden. Man legt Frühkartoffeln, Knollenziest, Helianthi, Topinambour. Man pflanzt die im Keller eingeschlagenen Artischocken aus und löst dabei Sprossen ab. Man zerteilt und verpflanzt mehrjährige Gewürzkräuter, wie Sauerampfer, Schnittlauch, Estragon, Fetthenne, Krauseminze, Löffelkraut, Pfefferminze, Pimpinelle, Raute, Salbei, Thymian. Man verdünnt die aufgegangenen Sämereien, pikiert, jätet, lockert auf und begießt nach Bedürfnis. Man pflanzt in Mistbeeten angezogene Pflänzchen, wie die Kohlarten, Kopfsalat usw. auf die bleibenden Standorte in sonniger und geschützter Lage zum Frühverbrauch. Man legt neue Meerrettichbeete an. Man legt Anfang April Gurken, Melonen, Kurbisse in Töpfe und zieht sie heran zum Auspflanzen nach Mitte Mai ins freie Land. Die Mistbeete müssen, je höher die Sonne steigt und je wärmer das Wetter wird, tagsüber mehr und mehr gelüftet werden.
Karotten im Schnee säen
Verfasst von Gartenfrau am Di, 10/27/2009 - 03:22.Um Karotten (Gelbrüben) auf Schnee zu säen, müssen im Spätherbst die Beete umgegraben und geebnet sein. Das Aussäen geschieht im Dezember und Jänner breitwürfig. weiter lesen ...
Dezember
Alle Arbeiten von November werden nun fortgesetzt, nachgeholt oder beendigt, den Witterungsverhältnissen entsprechend.
Die Erde ruht nun, kräftigt und stärkt sich, um im kommenden Jahre zu neuer Tätigkeit zu erwachen.
Spargel-und Erdbeerbeete sind mit kurzem Dünger zu belegen, Rapünzchenbeete mit Laub oder Reisig, um auch bei Schneewetter leicht ernten zu können.
In Kellern und Gruben eingeschlagenes Gemüse ist eintretendenfalls von faulenden Bestandteilen zu reinigen, gegen Mäuse und Nässe zu schützen, bei milden Wetter reichlich zu lüften.
Spinat als Herbstgemüse
Verfasst von Gartenfrau am Sa, 10/24/2009 - 03:16.Im August und September liegt schon ein großer Teil unseres Gartens unbebaut da. weiter lesen ...
Spinat
Echter Spinat, Minetsch (Spinacea oleracea), verlangt einen kräftigen, frisch gedüngten, 30 cm tief gelockerten Boden in sonniger Lage, möglichst in erster Tracht, er eignet sich aber auch als Nachfrucht bei Gemüsen, die in erster Tracht standen.
Für den Frühjahrs- und Sommerbedarf werden die Sorten zu verschiedenen Zeiten ausgesäet. Für ein Beet von etwa 10 qm Größe sind etwa 25 gr Samen erforderlich, für den Großanbau auf 1 Morgen in Reihen gedrillt 7 kg, zum Zwischenanbau knapp halb so viel. Man säet, sobald der Frost aus dem Boden ist, in Reihen von 30 cm Abstand und macht in entsprechenden Zwischenräumen neue Aussaaten.
Je mehr der Sommer sich nähert, um so mehr ist reichliche Bewässerung notwendig, da der Spinat bei trockener und warmer Witterung schnell Samenstengel treibt.
Für den Herbst-, Winter- uod Frühjahrsbedarf säet man im August und September in gleicher Weise aus. Viele sorten können in den meisten Gegenden auch zur Winteraussaat benutzt werden.
Der Spinat eignet sich vorzüglich zum Zwischenanbau, z. B. bei Grünkohl, zur Benutzung als Nachfrucht im Herbst und für solche Ländereien, die erst später bestellt werden können, als Vorfrucht im Frühjahr. Im ersteren Falle besäet man z. B. Spargelbeete, streut Körner zwischen Möhren und Zwiebeln aus und bestellt vor allem solches Land mit Spinat, auf dem später Gurken, Blumenkohl, Spätkohlsorten usw. gezogen werden sollen, da der Spinat unter guter Pflege schnell verbrauchsfähig wird. Als Nachfrucht kann er bei genügender Vorbereitung des Bodens nach jeder frühgeernteten Gemüseart gezogen werden. Bei guter Pflege ist er in 4—6 Wochen verbrauchsfertig. Es empfiehlt sich, den Spinat, der meist zu dicht gesäet wird, wenn er handhoch geworden ist, ordentlich zu verziehen, dann entwickeln sich die einzelnen Pflanzen bei genügend Feuchtigkeit zu ansehnlicher Größe und gehen nicht so rasch durch wie dichtstehende.
Spinat ist, weil schnellwüchsig, für künstliche Dünger sehr empfänglich, man verwendet am besten den Universaldünger dazu (als Kopfdüngung mit darauffolgendem durchdringendem Gießen bzw. Regen), man erzielt damit erstaunliche Resultate. Für den Großanbau gibt man auf 1 Morgen im Herbst 1 Ztr. schwefelsaures Ammoniak, 1 1/2 Ztr. 40%iges Kalisalz, 1 1/2 Ztr. Superphosphat. Bei Spätsommer- oder Herbstaussaat ist ebenfalls vorher entsprechend zu düngen. Ein Morgen liefert dann 40—50 Ztr. Jauchen im Herbst ist ebenfalls zu empfehlen.
Mangold
Der Mangold - auch Beißkohl, Beete oder Römischer Kohl (Beta Cicla) gedeiht am besten in einem kräftigen, frisch gedüngten, tief gelockerten Boden. Es werden sowohl die jungen Blätter wie Spinat, als auch die Blattstiele zu Gemüse wie Spargel verwendet.
Zu diesem Zweck wird der Same Ende April in Reihen von 25 cm Entfernung ziemlich dick ausgesäet; für den zuletzt genannten Fall werden die Körner in Stufen von 40 cm Abstand gelegt. Sorten mit hellem Blattstiel werden bevorzugt.
Bei der Frühjahrsaussat werden die abgeschnittenen Blätter den ganzen Sommer hindurch benutzt, wenn sie ziemlich ausgewachsen sind. Die Pflanzen liefern so 3—4 Ernten und bilden als Ersatz für Spinat auch Mitte des Sommers ein ganz vorzügliches Gemüse.
Die Aussaat ist alle Jahre neu vorzunehmen, weil junge Pflanzen die kräftigsten Stiele und die größten Blätter entwickeln.
Zweckmäßig säet man den Mangold in 25 cm entfernten Reihen, verdünnt stark und benützt die ausgezogenen Pflanzen wie Spinat. Die mittleren Reihen zieht man nach und nach ganz aus. Das Verdünnen muss dem Wachstum entsprechend erfolgen, so dass junge Pflanzen, von denen man im Herbst die Stiele benutzen will, entsprechend wachsen und gedeihen können.
September
Die für August angegebenen Arbeiten müssen Anfang dieses Monats beendet sein.
Man schneidet die Spitzen der angesetzten Tomaten und bei Rosenkohl gegen Ende September den Kopf der Pflanzen aus, um eine stärkere Ausbildung der Sprosse zu bewirken, bindet und behäufelt Kardone, Winterendivien, Bleichsellerie.
Man verdünnt die aufgegangene Aussaat von Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Spinat, Schwarzwurzeln säet verschiedene Kopfkohlarten, wie Weiß- und Rotkraut, Radieschen und Wintersalate; pflanzt gegen Ende des Monats Winterkopfsalat und nimmt die Teltower Rüben heraus, wenn das Kraut derselben abgestorben ist.
Man räumt die abgetragenen Beete ab, düngt nach Bedarf und beginnt mit Graben.
Erdbeerpflanzen früher und später Sorten können bei guter Bewurzelung während des ganzen Monats gepflanzt werden.
August
Die Arbeiten des Juli werden nachgeholt und beendet.
Man säet Ackersalat (Rapünzchen), Karotten, Kopfsalat für den Winter, Spinat für das nächste Frühjahr, Schwarzwurzeln für zweijährige Kultur, Teltower Rüben, bindet Kardone und Sommerendivien, behäufelt Stengelsellerie.
Man legt Perlzwiebeln und die Jakobszwiebel und kann jetzt auch die für April bezeichneten mehrjährigen Gewürzpflanzen zerteilen und neue Anpflanzungen machen.
Auflockern und Begießen nicht versäumen.
Raupeneier an Kohlarten sind zu vernichten.
Möhren für den Herbst zu säen.
Auf den Gurkenbeeten läßt man die größten und schönsten Früchte zu sogenannten Samengurken völlig ausreifen um späterhin das Fleisch dieser ausgereiften Früchte zu Senfgurken zu verwenden.
Ende August kann man mit Neuanlage von Erdbeerpflanzungen beginnen, wozu man gut gedüngte und gegrabene Beete in sonniger Lage wählt.



