Der Topinambour (Helianthus tuberosut.), auch Erdbirne genannt, ist ausdauernd und bildet Knollen von der Größe der Kartoffel. In bezug auf Boden und Lage ist er sehr genügsam, doch je besser beides ist, um so reichlicher ist der Knollenansatz. Er kann auch eine Reihe von Jahren denselben Platz behalten. Man verwendet deshalb zum Anbau eine sonst unbenutzte Stelle im Garten, lockert vor dem Pflanzen den Boden und legt Ende März bis Mitte April größere Knollen einzeln, kleinere zu zweien, in Abständen von 60 cm 10 cm tief. Außer Reinhalten von Unkraut und Behacken bedarf er während des Sommers keiner besonderen Pflege. Im Herbst nach dem Abschneiden der Stengel überdeckt man den Boden mit kurzem Mist, der im Frühjahr untergehackt wird. Die Knollen sind gegen Frost unempfindlich und können, soweit sie nicht gebraucht werden, den Winter über in der Erde bleiben.

Im Handel kommen zwei verschiedene Sorten vor, und zwar der rotschalige und der weißschalige Topinambour. Man baut den Topinambour auch als Wildfutter auf Ackerland, im Walde oder am Waldrande an. Das Rot- wie auch das Schwarzwild scharrt sich die Knollen selbst heraus. Wird der Topinambour im freien Felde angebaut, so schneidet man die Stengel im Herbst nicht ab, denn sie bilden hier, wenn kein anderer Schutz vorhanden ist, eine ausgezeichnete Hühnerremise. Auch die Hasen gewöhnen sich an den Topinambour als Winterfutter, unter dem vom Frost und Schnee zusammengebrochenen Blattwerk können sie die Knollen leicht zur Aesung herausscharren.
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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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