Für den Frühjahrs- und Sommerbedarf werden die Sorten zu verschiedenen Zeiten ausgesäet. Für ein Beet von etwa 10 qm Größe sind etwa 25 gr Samen erforderlich, für den Großanbau auf 1 Morgen in Reihen gedrillt 7 kg, zum Zwischenanbau knapp halb so viel. Man säet, sobald der Frost aus dem Boden ist, in Reihen von 30 cm Abstand und macht in entsprechenden Zwischenräumen neue Aussaaten.
Je mehr der Sommer sich nähert, um so mehr ist reichliche Bewässerung notwendig, da der Spinat bei trockener und warmer Witterung schnell Samenstengel treibt.
Für den Herbst-, Winter- uod Frühjahrsbedarf säet man im August und September in gleicher Weise aus. Viele sorten können in den meisten Gegenden auch zur Winteraussaat benutzt werden.
Der Spinat eignet sich vorzüglich zum Zwischenanbau, z. B. bei Grünkohl, zur Benutzung als Nachfrucht im Herbst und für solche Ländereien, die erst später bestellt werden können, als Vorfrucht im Frühjahr. Im ersteren Falle besäet man z. B. Spargelbeete, streut Körner zwischen Möhren und Zwiebeln aus und bestellt vor allem solches Land mit Spinat, auf dem später Gurken, Blumenkohl, Spätkohlsorten usw. gezogen werden sollen, da der Spinat unter guter Pflege schnell verbrauchsfähig wird. Als Nachfrucht kann er bei genügender Vorbereitung des Bodens nach jeder frühgeernteten Gemüseart gezogen werden. Bei guter Pflege ist er in 4—6 Wochen verbrauchsfertig. Es empfiehlt sich, den Spinat, der meist zu dicht gesäet wird, wenn er handhoch geworden ist, ordentlich zu verziehen, dann entwickeln sich die einzelnen Pflanzen bei genügend Feuchtigkeit zu ansehnlicher Größe und gehen nicht so rasch durch wie dichtstehende.
Spinat ist, weil schnellwüchsig, für künstliche Dünger sehr empfänglich, man verwendet am besten den Universaldünger dazu (als Kopfdüngung mit darauffolgendem durchdringendem Gießen bzw. Regen), man erzielt damit erstaunliche Resultate. Für den Großanbau gibt man auf 1 Morgen im Herbst 1 Ztr. schwefelsaures Ammoniak, 1 1/2 Ztr. 40%iges Kalisalz, 1 1/2 Ztr. Superphosphat. Bei Spätsommer- oder Herbstaussaat ist ebenfalls vorher entsprechend zu düngen. Ein Morgen liefert dann 40—50 Ztr. Jauchen im Herbst ist ebenfalls zu empfehlen.
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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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