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Die Schnittpetersilie (Petroselinum sativum), auch Feterlin, wird nur ihres würzigen und feingekrausten Krautes halber als Würze und zur Verzierung von Schüsseln gezogen, weshalb die fein- und starkgekrausten Sorten bevorzugt werden. Viele Hausfrauen bevorzugen aber dennoch die nicht-gekrauste, einfache Petersilie, weil sie einen kräftigeren Geschmack hat. Ihre Verwendung ist aber zu verwerfen, da sie zu leicht mit dem giftigen Schierling verwechselt werden kann.

Die Anzucht kann durch Aussaat im März in ein warmes Mistbeet mit nachfolgendem Auspflanzen ins Freie erfolgen, empfehlenswerter aber ist die Aussaat im März—April an Ort und Stelle im Freien in 25 cm voneinander entfernte Reihen, weil die nicht versetzten Pflanzen eine größere Lebenskraft besitzen. 1 g Samen enthält etwa 600 Korn. Da der Samen oft 3 Wochen zum Keimen nötig hat, muss auf gleichmäßiges Feuchthalten des Erdreiches geachtet werden. Der Boden muss locker und gut gepflegt sein. Reinhalten von Unkraut, öfteres Hacken in der Jugendzeit der Pflanzen, sowie nach Erfordernis gießen, sind unerlässliche Bedingungen für gutes Gedeihen.

Um während des Winters für einen größeren Bedarf stets frische Blätter zu haben, säet man den Samen Ende Juli — Anfang August auf ein geschütztes Pflanzenbeet, pflegt gut und überdeckt die Pflanzen beim Eintreten des Frostes mit einem Mistbeetkasten und Fenstern, nach Erfordernis auch mit Mistumschlägen und Strohdecken, um das Einfrieren zu verhüten. Für einen weniger großen Winterbedarf kann man im September Wurzeln aus der Erde nehmen und diese nach Entfernung der älteren Blätter einzeln oder zu mehreren in entsprechende Töpfe mit Mistbeeterde pflanzen, zum Anwurzeln unter Fenster stellen und dann in einem frostfreien hellen Raum überwintern. Stellt man nach Bedarf in entsprechender Reihenfolge einen oder mehrere Töpfe an das Fenster eines erwärmten Raumes, z. B. der Küche, so entwickeln sich bald junge Blätter, so dass man während des Winters stets solche zur Verfügung hat. Zu gleichem Zweck nimmt man auch mit Seitenlöchern ringsum versehene Gefäße (Petersilien- oder Küchenkräutersäule), bepflanzt sie mit Petersilienwurzeln, so dass durch jedes Loch ein Kopf hervorragt und behandelt sie wie die in Töpfe eingepflanzten Wurzeln. Oben hinein kann man noch eine Pflanze Schnittlauch oder Winterheckezwiebel pflanzen, damit man auch etwas frisches Zwiebelgrün im Winter hat.





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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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