Der Same wird Mitte April auf ein Saatbeet ins freie Land ausgesäet und die jungen Pflanzen gegen Ende Mai o der im Juni in Entfernungen von 60—80 cm gepflanzt. Wenn die Pflanzen soweit ausgebildet sind, dass in den Blattachsen die kleinen Köpfchen, Rosen oder Sprossen erscheinen, was etwa Ende September der Fall sein wird, so wird der Kopf der Pflanzen ausgeschnitten, worauf eine stärkere Ausbildung der Sprossen erfolgt; bei Pflanzen, die bereits gut ausgebildete Röschen haben, ist dies zu unterlassen. Die abgeschnittenen Köpfe geben ein vorzügliches Gemüse.
Das Ausschneiden der Blätter, um den sich ausbildenden Röschen mehr Licht zuzuführen, ist nicht ratsam, es ist geradezu falsch.
Der Rosenkohl eignet sich besonders gut für eine Zwischenpflanzung von spätem Kopfsalat, Kohlrabi, Radies usw. Die erforderliche Saatmenge ist etwa die gleiche wie beim Kopfkohl, doch säet man bei allen Kohlarten immer etwas mehr aus, um nachpflanzen zu können. Bei der angegebenen Pflanzweite sind etwa 250 Pflanzen für ein Ar Land erforderlich. Auf magerem Boden gibt man von künstlichen Düngern etwa die Hälfte der beim Kopfkohl angegebenen Mengen.
Für den Winterbedarf werden die mit Sprossen besetzten Strünke mit den Wurzeln aus dem Boden genommen, der größten Blätter entledigt, in tiefen Gruben so eingeschlagen, dass sie sich nicht berühren und bei eintretender Kälte mit Stangen bedeckt, über welche Strohdecken oder Rohrmatten ausgebreitet werden.
Man pflückt die größeren Rosen nach Bedarf ab und läßt die kleineren stehen, welche sich weiter entwickeln. In gelinden Wintern bzw. bei günstigen Witterungsverhältnissen können die Strünke auch auf den Beeten bleiben.
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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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