Der Löwenzahn oder Milchbuschsalat (Leontoden Taraxacum, Taraxacum hortense), eine mehrjährige Pflanze, stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden, je besser und kräftiger dieser jedoch ist, um so größer ist der Erfolg. Löwenzahn verdient als ein sehr wohlschmeckender Salat häufiger angebaut zu werden.

Man säet den Samen im April bis Mitte Mai auf ein Anzuchtbeet, versetzt die jungen Pflanzen im Juni oder Juli auf Entfernung von 30 bis 40 cm und befördert die Entwicklung durch fleißiges Gießen und Behacken.

Im Verlauf des Sommers werden die Blätter ein- oder zweimal abgeschnitten, um das Blattwachstum zu fördern, bzw. zur Bleiche  und Ernte  vorzubereiten. Im September behäufelt man die Pflanzen 10 cm hoch mit Sand oder sandiger Erde so, daß das Herz frei bleibt, und zwar wird dies dadurch bewirkt, daß man die Blätter leicht zusammenfaßt, jedoch ohne sie fest zu binden. Fangen dann die Pflanzen zu treiben an, so wird die Erd- beziehentlich Sandschicht bis 15 cm erhöht; die Blätter werden auf diese Weise gebleicht und sobald sie über der erhöhten Erdschicht erscheinen, etwas über dem Wurzelhals abgeschnitten. Der sonst bittere Geschmack geht durch die Bleiche verloren. Man deckt mit Eintritt des Frostwetters das Ganze mit Laub, Fichtenreisig oder trockenem Mist zu. Statt der Anhäufelung von Sand kann man auch Blumentöpfe verwenden, die man über jede einzelne Pflanze deckt, nachdem man vorher auch hiebei die Blätter leicht zusammengefaßt hat. Ein Beet mit Löwenzahn kann mehrere Jahre benutzt werden. Um den ganzen Winter Salat zu haben, nimmt man die Pflanzen im Herbst heraus, schlägt sie im Keller oder sonstigem Ueberwinterungsraum in Sand ein, verhindert aber Lichtzutritt. Im Einschlag gießt man ab und zu und erntet die infolge des Lichtabschlusses gebleichten längsten Triebe vom Januar an. Für ein Beet von 10 qm Größe sind 30 gr Samen erforderlich.





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