Kopfsalat
Der Kopfsalat verlangt einen 30 cm tief gelockerten, gut gedüngten (am besten mit verrottetem Mist) und warmen Boden in freier, sonniger Lage mit reichlicher Feuchtigkeit. Eignet sich vorzüglich zum Zwischenanbau zwischen starkzehrenden Gewächsen, die zu ihrer Ausbildung eine längere Zeit als 2 bis 3 Monate bedürfen.
Kopfsalat "Maikönig"
Je nach Sorte werden zeitig im Dezember oder Januar in Kästen, für den Kleinbedarf auch in Samenschalen oder Töpfen, ausgesäet und auf Treibbeete mit einem Abstand von 20 cm gepflanzt. Vorteilhaft zieht man sie mit solchen Pflanzen, wie z. B. Gurken, Melonen usw., zusammen, die später nach der Aberntung des Salats den ganzen Platz einnehmen sollen. Die Frühland-Salate werden von Mitte Februar ab bis März allein oder zwischen Kohlarten u.a. in ein mäßig warmes Mistbeet ausgesäet und im April ins freie Land gesetzt. Auch können sie im März auf ein Freilandsaatbeet gesäet werden, um darauf die benötigten Setzpflanzen zu gewinnen.
Winterkopfsalat "Kaiser Wilhelm II:"
Die Sommersalate bilden große und feste Köpfe und sind besonders widerstandsfähig gegen Hitze. Man säet sie vom März ab in Abständen von 14 Tagen ins freie Land auf Saatbeete, anfänglich an geschützter Stelle
Saatbeet im Schutze eines Zaunes
und pflanzt nach Bedarf. Abstand 25—30 cm. Um recht große und feste Köpfe zu erzielen, ist die Aussaat an Ort und Stelle zu empfehlen. Man drückt zu diesem Zwecke in den angegebenen Entfernungen je zwei Samenkörner flach in die Erde. Von den daraus sich entwickelnden Pflanzen bleibt nur die stärkste stehen, die die während der heißen Monate versetzten Pflanzen in ihrer Haltbarkeit bei weitem übertrifft.
Die Kultur des Wintersalats ist nicht nur für den Gemüsegärtner von Beruf in der Nähe größerer Städte lohnend, sondern ebenso wichtig für den Herrschaftsgärtner und Gartenfreund.
Die Aussaat muss je nach der Gegend von Ende August bis Mitte September erfolgen. Empfehlenswert ist, zu zwei verschiedenen Zeiten eine Aussaat vorzunehmen, damit man Pflanzen in geeigneter Stärke für das Aussetzen erhält. Auf kräftige aber nicht zu große Pflanzen ist für die Durchwinterung besonderer Wert zu legen, weil schwache Pflanzen entweder auswintern oder im nächsten Frühjahr zu spät verbrauchsfertig werden.
Vorteilhaft für die Kultur ist ein hochgelegenes Beet in sanft abfallender Lage. Man zieht Furchen von 10 cm Tiefe und 15—20 cm Abstand und zwar möglichst von Osten nach Westen, in die die Pflanzen in Abständen von 15—20 cm gesetzt werden und zwar deshalb so dicht, weil immer ein Teil auswintert. Die Richtung der Furchen von Osten nach Westen soll das wiederholte Auftauen und Gefrieren der Salatpflanzen verhindern, die gerade hiergegen empfindlicher sind als gegen strenge Kälte. Die Furchen müssen aber so angelegt sein, daß keine stauende Nässe vom Schneewasser entsteht. Bei schneelosem Frostwetter empfiehlt es sich, die Pflanzen leicht mit Fichtenreisig zu bedecken, das auch gegen das öftere Auftauen schützt.
Wintersalat in Furchen gepflanzt
Alle Kopfsalatsorten eignen sich wie kein anderes Gemüse zur Zwischenpflanzung, sie lassen sich auch überall leicht unterbringen und sind auch als Vor- wie als Nachfrucht anzubauen. 5 gr Samen enthalten 1800—2000 Korn. Von den Sommersalaten pflanzt man auf 1 qm etwa 16 Pflanzen, auf ein Beet von 10 qm demnach 160—170, auf ein Ar oder 100 qm 1600—1700.
Kopfsalat "Riesen-Kristallkopf"
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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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