Knollensellerie (Apium graveolens) auch Eppich, verlangt einen feuchten, 60 cm tief gelockerten, stark gedüngten Boden. Er wird in erster Tracht angebaut.
Die Anzucht der Setzpflanzen geschieht folgendermaßen: Da der Same lange Zeit zum Keimen braucht, säet man ihn möglichst Anfang März im warmen Mistbeet aus und verstopft die Pflanzen, wenn sie eine Höhe von 5 bis 10 cm erreicht haben, in ein halbwarmes Mistbeet, wo sie bis zu genügender Erstarkung stehen bleiben.

5 gr Samen enthalten etwa 2000 Korn, von denen im Durchschnitt etwa 1800 gut keimen. Danach kann man sich seinen Bedarf berechnen. Vor dem Aussetzen ins freie Land sind die Pflänzchen durch Lüften der Fenster und Abheben derselben an schönen Tagen gut abzuhärten. Den jungen Selleriepflanzen im Saatbeet ist ganz besondere Sorgfalt zuzuwenden, um dem späteren Hoch- bzw. dem Insamen-schießen der Knollen vorzubeugen. Dies kommt besonders bei zu dichtem Stand vor oder wenn die Pflanzen zu lange im Saatbeete gestanden haben oder im Wachstum durch starke Abkühlung oder auch Trockenheit stocken.
Das Aussetzen ins Freie geschieht von Ende Mai an, auch etwas später, unter größter Schonung der Wurzeln in reich gedüngtes Land. Je nach der Starkwüchsigkeit der Sorte soll der Absfand 40 bis 50 cm betragen. Öfteres Hacken, reichliches Gießen bei Trockenheit und ein gelegentlicher Dungguß aus Jauche oder wöchentlich einmaliges Düngen mit Universaldünger sind unerläßliche Bedingungen zur Erzielung großer, reinweißer Knollen für die Salatbereitung.
Der Sellerie ist eine Strandpflanze, sein Name ist abgeleitet von „Sool", selbst das gewöhnliche Kochsalz, eine kleine Handvoll auf eine große Gießkanne voll Wasser, fördert das Wachstum und die Knollenbildung außerordentlich. Reichliches Gießen verhindert das Braunwerden der Knollen und Verholzen des Knollenfleisches.
Wenn die Pflanzen zu tief gesetzt werden, so entwickeln sie viele Seitenwurzeln, wodurch das Dickenwachstum der Knolle zurückgehalten wird. Man muß deshalb die Pflanzen etwas hochsetzen. Das Entfernen der Seitenwurzeln zur Erzielung dicker Knollen hat sich bisher nicht bewährt. Uebrigens liegt es auch sehr viel an der Sorte, wenn sie zuviel Wurzeln an den Seiten hat.
Vor dem Eintreten des Frostes im Herbst werden die Knollen aus der Erde genommen, von Blättern und Wurzeln gereinigt, wobei die Herzblätter jedoch beibehalten bleiben, und für den Winterbedarf im Keller in Sand so eingeschlagen, daß die Krone der Knolle frei bleibt. Der Knollensellerie eignet sich gut zum Zwischenanbau zwischen Blumenkohl, der im August abgeerntet wird. Man pflanzt zwischen zwei Reihen Blumenkohl je eine Reihe Sellerie. Nach dem Abernten des Blumenkohls wird das Land gut aufgelockert, mit Dunggüssen und reichlichen Wassergaben versehen und der stehengebliebene Knollensellerie gut weitergepflegt.
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Bei den Artikeln, Tipps und Tricks, usw. auf dieser Webseite handelt es sich zum größten Teil um Auszüge aus Büchern, die um 1900 erschienen. Daher sind die Rezepte und Anleitungen nicht auf dem neuestem wissenschaftlichen Stand. D.h.: Es ist gut möglich, dass manchmal Mittel und Chemikalien verwendet werden, von denen man heute weiß, dass sie giftig sind. Bevor ihr irgendetwas davon anwendet, solltet ihr euch also auf jeden Fall über die verschiedenen Chemikalien, deren Wirkungsweise und deren Gefahren erkundigen.
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